Marktführer aus Zwönitz setzt Akzente

Wer weltweit sein Geld verdient, braucht einen repräsentativen Bau. Die Firma Gantner Instruments holt sich dazu die Architekten von weiter her.

 

Zwönitz. Noch sitzt Jörg Scholz mit sechs Mitarbeitern an einem unscheinbaren Ort in Zwönitz an der Straße Am Mühlgraben. Dass sich im Erdgeschoss des Wohn- und Gewerbehauses gegenüber dem Hotel "Stadt Zwönitz" eine Firma befindet, die Dreiviertel ihrer Geschäfte in China, Indien, Australien oder Großbritannien abwickelt, vermutet keiner. Wer aber die Büroräume der Gantner Instruments Environments Solution GmbH (GIES) betritt, dem wird klar: Hier rauchen Köpfe.

 

Scholz, 45, gebürtiger Zwönitzer, beschreibt es so: "Wir arbeiten halbtags." Scholz meint die Hälfte vom Maximum, das ein Tag zu bieten hat: von 24 Stunden. Der Markt, in dem sich die GIES bewegt, erfordert ein hohes Maß an Präsenz und Flexibilität. "Wir entwickeln und produzieren Überwachungs-, Steuerungs- und Analysetechnik, die für große Solarparks benötigt wird", so Scholz. Der Geschäftsführer spricht von Photovoltaikanlagen, die in Bezug auf die Leistung fünf bis 35 Megawatt groß seien. Diese würden sich auf Flächen von 60.000 bis 500.000 Quadratmetern erstrecken. Scholz: "Wir sind weltweit führend in diesem Bereich, werden aber auch kopiert. Deshalb müssen wir uns ständig, ja täglich weiterentwickeln." Das hat dazu geführt, dass der gebürtige Zwönitzer dringend expandieren muss - räumlich und personell.

 

 

Quelle: Freie Presse vom 21.06.2016, Susanne Kiwitter