Marktberuhigung kommt KSG gelegen

Erstmals seit dem Jahr 2013 konnte der Leiterplattenhersteller beim Umsatz nicht zulegen. Trotzdem sind die Gornsdorfer nicht unzufrieden. Seit der Übernahme eines Konkurrenten wird vieles umstrukturiert. Und das kostet Kraft.

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"Wir spüren seit Ende des Sommers eine Delle im Markt", sagte Gleiniger bei der Vorstellung der Bilanz für das Jahr 2018. Der Umsatz von 100 Millionen Euro aus 2017 wurde zwar erneut erreicht. Nachdem dieser aber von 2016 auf 2017 um 13 Prozent gesteigert werden konnte, hat die KSG erstmals seit sechs Jahren nicht zulegen können.

Das jedoch beunruhigt die Geschäftsführerin nicht. "Die Marktberuhigung ist in allen Branchen, in die wir liefern, zu spüren." Eine Unsicherheit, die sich auch mit dem bevorstehenden Brexit, einem nachlassenden Wachstum in China und noch unklaren Auswirkungen des Dieselskandals erklären lasse. Dennoch: "Ohne Leiterplatten geht Digitalisierung nicht. Der Druck der Industrie hin zur Automatisierung bietet uns weiterhin eine Menge Wachstumschancen", so Gleiniger.

Der KSG kommt diese Marktberuhigung fast gelegen, vollzieht das Unternehmen mit der Integration von Häusermann doch gerade einen Kraftakt. "Wir wollen eine Marke sein mit einem Vertrieb, dahinter stehen aber zwei Werke", erläutert Gleiniger. Rechtlich ist das insoweit vollzogen worden, dass die Gornsdorfer seit November 2018 die KSG GmbH und die Österreicher die KSG Austria GmbH sind.

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Quelle: Freie Presse vom 09.04.2019, Kathrin Neumann