Jungunternehmer schafft Sprung vom Gründer zum Arbeitgeber

Patrick Schmidl war gerade einmal 17 Jahre alt, als er seine Firma gründete. Mittlerweile ist er 20, hat sechs Angestellte und bald auch zwei Auszubildende. Scheitern ist keine Option mehr, sagt der Erzgebirger. Er gehört zur Generation Z und hat doch 16-Stunden-Arbeitstage.
 

Während andere noch überlegen, was sie für eine Lehre machen oder an welcher Uni sie studieren wollen, ist Patrick Schmidl in ein größeres Büro umgezogen, hat sechs Leute fest angestellt, nach einem Auszubildenden gesucht und am Ende gleich zwei genommen. Dabei ist der Neudorfer gerade einmal 20 Jahre alt, doch irgendwie auch schon ein alter Hase.

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Doch um wirklich durchstarten zu können, wollte Schmidl ein eigenes Team haben. "Ich hatte Bock darauf." Gesagt, getan. "Dass es jetzt so schnell ging, damit habe ich aber nicht gerechnet." Doch die Auftragslage gibt es her. Mittlerweile produziert PS Media Point die Azubivideos auch außerhalb des Erzgebirges. "Nachdem ich gemerkt habe, dass Erzlive gut funktioniert, wollte ich größer werden." Also adaptierte er das Konzept auf andere Regionen. Aktuell steht das Allgäu im Fokus. Aber auch Dresden und die Ostsee sind bereits in der Planung. "Ich habe Firmen angeschrieben und ihnen meine Idee vorgestellt", erklärt der 20-Jährige. Die Resonanz sei sehr gut.

Ein Teil des Teams produziert die Videos vor Ort. Geschnitten werden sie in Annaberg-Buchholz. Bis zu zwölf Azubi-Videos entstehen so pro Monat.

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Doch der Druck sei natürlich gewachsen, seine Mitarbeiter wollen bezahlt werden. "Scheitern ist keine Option mehr, ich habe jetzt Verantwortung für andere." 16- bis 17-Stundentage sind die Regel für den Jungunternehmen.

 

 

Quelle: Freie Prese vom 16.07.2019, Denise Märkisch