Jungunternehmer investiert in der Heimat

Die Firma Klesch wächst. Der Kunststoffbeschichter hat in Sichtweite seines Standorts in Aue ein zweites Werk gebaut. Dafür sind 1,7 Millionen Euro investiert worden. Die Erfolgsgeschichte des Geschäftsführers Dirk Bauer-Reich begann aber ganz woanders.

Mit Ende 20 vom Produktionsleiter zum Investor und Geschäftsführer: Dirk Bauer-Reich hat genau diesen Schritt 2011 gewagt. Heute ist der zweifache und verheiratete Familienvater 38 Jahre alt und bereut seine Entscheidung nicht. "Eine große Chance. Und ich habe sie genutzt", sagt er.

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Die Klesch GmbH arbeitet im Bereich der Pulverbeschichtung von Alu-, Stahl- und Gussteilen, vor allem für die Automobilbranche. In der in den Jahren 2011 bis 2012 gebauten Halle am Basteiweg sind die Anlagen auf große Stückzahlen ausgelegt. "Bis zu 85.000 Teile pro Woche", sagt Dirk Bauer-Reich.

In Kürze soll die Produktion im neuen Werk II starten, das sich wie der Hauptsitz der Firma im Gewerbegebiet Aue-Alberoda befindet. Dort entsteht ein weiteres Standbein der Firma. Investition: rund 1,7Millionen Euro. "Wir können dort größere, bis zu sechs Meter lange Teile beschichten und Kleinserien bauen, was bisher nicht möglich war." Damit stelle man sich breiter auf und habe schon einen Großkunden aus dem Bereich der Bus-Hersteller gewonnen.

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Das Auer Paar wollte zu dieser Zeit wieder in die Heimat zurück. "Man wollte mich aber halten - egal wo. So entstand die Idee eines zweiten Standbeins in Aue."

Einer der beiden Geschäftsführer von damals stieg aus. "Ich kaufte seine Anteile", so Dirk Bauer-Reich. 2009 kehrte die junge Familie nach Aue zurück. "Ich nahm Vaterschaftsurlaub, holte die kaufmännische Ausbildung nach und machte mich 2011 selbstständig." Im Februar 2012 begann die Produktion in Alberoda mit damals fünf Mitarbeitern. Heute arbeiten auf rund 2700 Quadratmetern 45 Frauen und Männer im Drei-Schicht-Betrieb.

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Quelle: Freie Presse vom 26.01.2019, Anna Neef


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