Jugend schätzt Heimat und Familie

Studie »Jugend in Sachsen 2013«

Dresden. Bereits zum zehnten Mal wurden im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz junge Menschen im Alter von 15 bis 26 Jahren in Sachsen zu ihrer Lebenssituation, ihren Einstellungen und Wünschen befragt. Die Ergebnisse der 1.008 Befragten wurden in der repräsentativen Studie »Jugend in Sachsen 2013« zusammengefasst.

 

Die Studie gibt Einblicke in die Grundbefindlichkeiten der Jugendlichen, ihre Wertestruktur sowie ihre religiöse Zugehörigkeit, ihr Engagement in unterschiedlichen Bereichen und das Freizeitverhalten, die Vorstellungen über die persönliche Zukunft sowie das politische Interesse.

 

Zurück zur Heimatverbundenheit 

 

Mit 77 Prozent fühlen sich mehr als drei Viertel der Jugendlichen individuell anerkannt. Die große Mehrheit der Jugendlichen setzt sich aktiv mit ihrer persönlichen Zukunft auseinander. Die Orientierung auf die engere Heimat ist wieder stärker geworden, die Jugendlichen möchten in Sachsen bleiben, leben und arbeiten. Waren es 2009 noch 31 Prozent, meinten 2013 schon 40 Prozent der Jugendlichen, sie würden in 10 Jahren noch in ihrer Heimat leben. In Bezug auf die Mobilitätsorientierung zeigt sich aber ein starkes Bildungsgefälle: nur 20 Prozent der Studenten und 22 Prozent der Gymnasiasten planen, in ihrem Heimatort zu bleiben. Der Hauptgrund wird in einer großen beruflichen und wirtschaftlichen Unsicherheit gesehen.

 

Im Jahr 2013 waren nur noch 40 Prozent der Befragten in Vereinen oder Verbänden aktiv. Mit 49 Prozent äußerte aber nahezu die Hälfte der sächsischen Jugendlichen den Wunsch, sich international sozial zu engagieren. Dieser Enthusiasmus muss auch verstärkt in der Heimat gefördert werden.

 

Wunsch nach eigener Familie wächst

 

Für das eigene Leben präferieren die sächsischen Jugendlichen das »traditionelle« Familienmodell: Ehe mit Kind. Der Kinderwunsch hat im Vergleich zu 2009 deutlich zugenommen. »Junge Menschen haben wieder Lust auf Familie und zeigen Freude an Verantwortung. Auch vor diesem Hintergrund ist es unsere Aufgabe, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Perspektiven für junge Familien in Sachsen weiter stabil zu halten und auszubauen«, erläutert Jugendministerin Christine Clauß. Somit zeigt sie sich insgesamt zuversichtlich und sieht die sächsische Jugend auf einem selbstbewussten, zielstrebigen und sozial engagierten Weg.

 

Positive Entwicklung setzt sich fort

 

Die Ergebnisse der Untersuchung 2013 schreiben die Erkenntnisse der Verlaufsbeobachtung seit 1993 fort. Im bundesweiten Vergleich ist sie damit als Längsschnittstudie für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe einmalig. »Die Studie ermöglicht es uns seit nunmehr 20 Jahren, die Entwicklung der Lebenswelten junger Menschen zu verfolgen, deren Potentiale zu erfassen und gleichzeitig Probleme und Sorgen dieser Generation zu erkennen«, so die Ministerin weiter.

 

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz