In jedem Airbus steckt ein Bauteil von Haufe aus Beierfeld

Ein Wachstum von gut 25 Prozent pro Jahr ist für ein mittelständisches Unternehmen aus dem Erzgebirge ein respektables Ergebnis. Wie das gelingt? Durch Investitionen mit Mut und Weitblick.

 

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Noch vor einem Jahr sah es in der Produktionshalle der Beierfelder Firma, die seit 1991 zur Unternehmensgruppe Haufe in Usingen (Hessen) gehört, ganz anders aus. "Ja, wir haben 2017 umgeräumt, renoviert und in den zurückliegenden zehn Jahren schrittweise alle Maschinen, die zum Teil noch aus DDR-Zeiten stammten, durch neue, hochleistungsfähige Automaten ersetzt", sagt Geschäftsführer Erik Selk. Gerade die Investitionen in neue Maschinen haben jedoch nicht nur die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und die Qualität der Produkte verbessert, sie haben letztlich auch zu einem Wachstum von gut 25 Prozent Jahresumsatz geführt, sagt der Geschäftsführer. Als der heute 35-Jährige die Firma 2009 übernahm, lag der Jahresumsatz bei rund 600.000 Euro. Inzwischen liegt er zwischen 2,5 und 3 Millionen Euro. Auch für 2018 erwartet Selk nochmals eine ähnliche Wachstumsrate.

 

Rund 1,5 Millionen Euro seien seit 2010 ins Unternehmen am Standort in Beierfeld geflossen.

 

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Die Firma Haufe arbeitet vorwiegend für die Luft- und Raumfahrttechnik, die Medizintechnik, stellt Blechgehäuse und Baugruppen für die Stromversorgung her oder magnetische Abschirmungen. Derzeit sind 35 Mitarbeiter im Unternehmen tätig, davon 50 Prozent Frauen. Manchmal werde zusätzlich durch Leiharbeiter aufgestockt. "Und jeder Leiharbeiter, den wir hatten, hat hinterher eine Bewerbung geschrieben", berichtet Selk, was fürs Betriebsklima spricht.

 

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Quelle: Freie Presse vom 08.06.2018, Beate Kindt-Matuschek