Hightech zwischen Kesseln: Fiedler investiert in Sudhaussteuerung

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Regionales Bier ist gefragter denn je. Von diesem Trend profitiert auch die Brauerei Fiedler in Oberscheibe. Knapp 18.000 Hektoliter Bier, das entspricht etwa 3,6 Millionen 0,5-Liter-Bierflaschen, werden Jahr für Jahr in dem Familienunternehmen hergestellt. Gäbe es der Firmensitz her, hätten die Fiedlers womöglich ihre Brauerei schon längst deutlich vergrößert. Doch der Platz ist begrenzt, dennoch wird immer wieder an der Qualitätsverbesserung und der Effektivität gearbeitet. Eine der jüngsten Investitionen ist auf den ersten Blick eher unscheinbar. Braumeister Thomas Fiedler steht vor einem Bildschirm. Darauf zu sehen ist eine grafische Darstellung des Sudhauses, also jener Teil einer Brauerei, in dem die Würze hergestellt wird. Und obwohl schon vor Hunderten von Jahren Bier gebraut wurde, läuft es heute kaum noch ohne Hightech. Bei der neuen Sudhaussteuerung, so erklärt Thomas Fiedler, geht es vor allem um die Qualität und Optimierung. Zeit, Druck, Temperatur - kaum ein Faktor, der nicht kontrolliert werden kann. Das schlage sich auch in der Quantität nieder. In der gleichen Zeit, in der früher zwei Sude gebraut wurden, schafft Braumeister Fiedler heute drei.

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Quelle: Freie Presse vom 09.01.2020, Denise Märkisch