Handtmann strebt 100 Millionen Umsatz an

Mitarbeiter der Handtmann Leichtmetallgießerei Annaberg GmbH (Foto: Rümmler)
Mitarbeiter der Handtmann Leichtmetallgießerei Annaberg GmbH (Foto: Rümmler) / © Rümmler Fotografie

Vor 25 Jahren übernahm Arthur Handtmann die Leichtmetallgießerei Annaberg in Frohnau. Seitdem wächst der Unternehmen. Doch warum wird auf dem Gelände gebaut? Und was passiert, wenn der Autoboom endet?

 

Annaberg-Buchholz. Eingebettet ins Frohnauer Sehmatal, betreibt das weltweit agierende Unternehmen Handtmann eine Leichtmetallgießerei - seit mittlerweile einem Vierteljahrhundert. Vielen ist der Standort noch als Werk 2 der VEB Zschopauer Motorradwerk (MZ) ein Begriff. Kurz nach der Wende stellte das Werk die Produktion aber komplett auf den Guss von Autoteilen um. Das Geschäft brummt.

 

"Wir haben nach unserer Übernahme ihm Jahr 1992 gerade mal 1500 Tonnen Guss verkauft. In diesem Jahr waren es schon 15.000 Tonnen", erklärt Werksleiter Joachim Reuter. Um diese Menge zu produzieren, werken die Mitarbeiter in verschiedenen Abteilungen in bis zu 19 Schichten. Die schweren Maschinen stehen kaum still. Gefertigt werden Autoteile rund um den Antriebsstrang von Autos, beispielsweise Motorhalterungen und Ölwannen. Zu den Kunden zählen mehrere namhafte Autobauer wie BMW, Audi und Mercedes-Benz. Das schlägt zu Buche. Im Vorjahr machte die Annaberger Leichtmetallgießerei einen Umsatz von mehr als 90 Millionen Euro. In diesem Jahr wird die 100-Millionen-Marke anvisiert. Die Frohnauer Niederlassung ist jedoch nur ein kleiner Teil eines weltweit operierendes Unternehmens, das vom baden-württembergischen Biberach aus in vierter Generation von der Familie Handtmann geleitet wird. 3600 Menschen beschäftigt die Unternehmensgruppe weltweit, 380 von ihnen arbeiten in Annaberg und im Königswalder Nebengelass. Dieses wurde 2013 eingerichtet, da das expandierende Unternehmen dringend neuen Raum benötigte.

 

 

Quelle: Freie Presse vom 03.06.2017, Sarah Hofmann