Gründerinnen auf dem Vormarsch und der Nebenerwerb weiter im Kommen!

Annaberg-Buchholz. Eine der ersten Anlaufstellen für zukünftige Unternehmer/innen ist die Beratung der IHK Chemnitz an allen Standorten des Kammerbezirkes. Telefonisch und in persönlichen Gesprächen werden die Gründer/innen hier zu den wichtigsten Fragen rund um das Thema Existenzgründung beraten. Das Interesse ist groß, denn im zurückliegenden Jahr nutzten 1590 Interessierte das persönliche  Beratungsgespräch. „Besonders Frauen suchten vermehrt die Unterstützung bei der IHK Chemnitz. Waren 2010 noch 36 % aller Gründungsinteressierten weiblich, so entwickelte sich dieser Wert in 2013 auf 42 %“, übermittelt Franca Heß, Referatsleiterin der IHK Chemnitz. „Gründungen sind für die fortlaufende Entwicklung und Erneuerung der Wirtschaft wichtig“, so Heß weiter.

 

Existenzgründer/innen haben eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich in Vorbereitung auf ihre Selbstständigkeit Informationen einzuholen. Insgesamt ist die Entwicklung der in Anspruch genommenen Beratungsleistungen nach den Boomjahren als ein Rückgang auf "Normalmaß" zu betrachten. Schließlich nutzten zwar weniger Gründer/innen aus der Arbeitslosigkeit das Beratungsangebot, dafür stieg aber das Interesse derer, die im Nebenerwerb eine Selbstständigkeit anstreben, merklich an. Von insgesamt 2.636 bei der IHK Chemnitz für das Jahr 2013 vorliegenden Gewerbeanmeldungen durch Existenzgründer erfolgten 1.778 im Nebenerwerb, der sogenannten Selbstständigkeit als nebenberufliche Tätigkeit. Dies entspricht einem Anteil von immerhin 67,5 %.

 

Alle Jahre wieder findet ein Großteil der Existenzgründungen im Dienstleistungssektor statt. Mit 41 % aller betreuten Gründungen im Kammerbezirk bleibt diese Branche Spitzenreiter und konnte damit im Vergleich zum Vorjahr 4 Prozentpunkte zulegen. Dahinter findet sich der Handel mit 32 % wieder, der sich damit um knapp 6 % gegenüber 2012 verbessert. Danach folgen die Branchen Gastgewerbe, sonstige Branchen, Industrie, Verkehr und der Finanzdienstleistungssektor.

 

„Die Arbeitsmarktentwicklung machte in den letzten Jahren eine abhängige Beschäftigung durch die Zunahme der Beschäftigungssituation attraktiver. Angestellte Personen müssten vergleichsweise viel aufgeben, um eine Gründung zu wagen. Folglich sind die Gründungsvorhaben fundierter und gut durchdacht, die Gründerpersonen besser vorbereitet“, berichtet Franca Heß.

 

Zur Unterstützung angehender Existenzgründer bieten die IHK StarterCenter kostenfreie Hilfe an. Zusätzlich helfen die Online-Tools und Checklisten des „Sächsischen ExistenzgründungsNetzwerk“ (www.existenzgruendung-sachsen.de) sowie der IHK Chemnitz (www.chemnitz.ihk24.de/startercenter) angehenden Unternehmern unter anderem bei der Erstellung des Businessplanes.