Firma will Elektromobilität im Erzgebirge in Schwung bringen

Noch ist es Glückssache, ein Elektroauto in der Region an öffentlichen Stationen aufzuladen. Das liegt unter anderem an den Kommunen.

 

Stollberg. Die Deutsche Post hat einen ehrgeizigen Plan. Pakete, Päckchen und Briefe sollen schon bald größtenteils mit Elektroautos zu den Empfängern gebracht werden. In Städten wie Chemnitz, Leipzig oder Zwickau ist das sicher kein Problem, hier gibt es genügend Ladesäulen. Doch in ländlichen Regionen wie dem Erzgebirge sieht das noch anders aus. Hier fehlt ein flächendeckendes Netz.

 

Das will die Firma SY-Electric aus Niederdorf ändern. "Wir wollen in den nächsten Jahren ein flächendeckendes Netz von Ladesäulen im Erzgebirge schaffen", sagte Jaques Deuil. Er ist seit einem Lehrgang im vergangenen Jahr ein Fan dieser Antriebsart und fährt damit selbst täglich rund 50 Kilometer zur Arbeit nach Niederdorf. Gemeinsam mit seinem Kollegen Daniel Schimmel baut er den neuen Geschäftsbereich auf. SY-Electric vertreibt vielfältige Ladestationen. Für ihr "Projekt Erzgebirge" hat sie sich jedoch auf die des Marktführers The Newmotion festgelegt. Ausschlaggebend sei die einfache Bedienbarkeit gewesen. Voraussetzung für das Laden ist eine spezielle Karte. Damit wird die Ladestation freigeschaltet. Danach kann das Ladekabel befestigt werden und der Strom fließen. Abgerechnet wird monatlich über The Newmotion.

 

 

 

Quelle: Freie Presse vom 11.07.2016, Ramona Nagel