Firma Imeco will Standort Königswalde ausbauen

Der Vliesstoffhersteller hat eine neue Lagerhalle im Erzgebirgsdorf eingeweiht. In dem Gebäude finden auf 750 Quadratmetern mehr als 100 Produkte und Material optimal Platz.

VON CHRISTINE BERGMANN

KÖNIGSWALDE - Den Betrieb an der Bärensteiner Straße muss man finden wollen, denn er passt sich gut ins Königswalder Ortsbild ein. "Wir arbeiten in drei Produktionshallen, in denen mehr als 100 Vliesstofferzeugnisse vom Band laufen", erklärt Betriebsleiter Gerd Fiedler von der Firma Imeco.

"Wir verstehen uns als Problemlöser in Sachen Vlies."

Hartmut Jungclaus Geschäftsführer

Damit sei man im deutschsprachigen Raum einer der führenden Produzenten für die Bereiche Medizin, Hygiene, Kosmetik und Haushalt. Eine neue Halle, die die Lagermöglichkeiten optimiert, befindet sich in einem zweistöckigen Neubau. Seine Errichtung dauerte neun Monate und hat etwa eine Million Euro gekostet.

Der Standort Königswalde ist einer von vier Produktionsorten. Der Hauptsitz der Imeco Einwegprodukte GmbH & Co. KG steht in Hösbach bei Aschaffenburg. Produziert wird aber auch im polnischen Luban und im bayrischen Kulmbach. "Wir verarbeiten die unterschiedlichsten Vliese", sagt Fiedler. Je nach Kundenwunsch werden die faserartigen Stoffe zunächst auf Maß geschnitten oder perforiert. Anschließend können sie gefaltet, gerollt oder beschichtet werden. Zum Schluss kommen beispielsweise die Waschhandtücher, Schwämme und Allzwecktücher in die Verpackungen, nach denen der Kunde in den Regalen der Warenhäuser sucht.

"Wir können uns den individuellsten Kundenwünschen anpassen", erläutert Fiedler. Design, Verpackung, Konzeption - das sei alles kein Problem. Einzige Besonderheit: Der Herstellername bleibt immer ungenannt. "Privat Label" sei das Zauberwort, untersetzt Geschäftsführer Hartmut Jungclaus aus Hösbach die Firmenstrategie. Von den Bändern der Betriebe laufen nicht nur Reinigungstücher für Zahnärzte oder OP-Abdeckungen für Krankenhäuser und Ambulanzen. In Königswalde werden auch Verbandspäckchen, Dreiecktücher und Windeleinlagen hergestellt. Hinzu kommen Autopflege- und Farbfangtücher für Waschmaschinen. "Wir verstehen uns als Problemlöser in Sachen Vlies und suchen ständig nach neuen Produktmöglichkeiten und Kunden", bringt es Jungclaus auf den Punkt.

Imeco will den Standort Königswalde in den nächsten drei Jahren weiter ausbauen. Dann sollen in Spezialräumen unter anderem sterile Desinfektionstücher und Verbandsmaterial hergestellt werden. 30 Mitarbeiter beschäftigt Fiedler im Dorf, 230 Leute sind für die gesamte Firmengruppe tätig.

1990 begann Imeco in Thermalbad Wiesenbad mit der Herstellung von Einwegprodukten. Vier Jahre später bezog der Betrieb einen Neubau in Königswalde. Zirka 28 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaftet Imeco insgesamt, Tendenz steigend. Die Erfahrungen des mittelständischen Unternehmens werden in der Fachwelt geschätzt. Die Produkte verkaufen sich nicht nur deutschlandweit sehr gut, sondern auch in Österreich, der Schweiz und in Skandinavien.

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 16.07.2011