Erzgebirgischer Unternehmer bei Wirtschaftsminister Sven Morlok

v.l.n.r.: Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok, André Lang (Geschäftsführer Norafin Industries), Peter Nothnagel (Geschäftsführer WFS)
v.l.n.r.: Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok, André Lang (Geschäftsführer Norafin Industries), Peter Nothnagel (Geschäftsführer WFS)

André Lang, Geschäftsführer der Norafin Industries (Germany) GmbH, war anlässlich eines Pressegespräches der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH am gestrigen Montag in Dresden beim sächsischen Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) zu Gast.

Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) hat den Freistaat im Jahr 2012 erneut erfolgreich vermarktet und blickt auf ein positives Ergebnis bei der Betreuung von Investitions- und Absatzförderungsprojekten zurück. „Eine erfolgreiche Ansiedlungspolitik ist und bleibt ein wichtiges Ziel der Staatsregierung. Immer mehr innovative und wachstumsstarke Unternehmen erkennen die Attraktivität Sachsens als Wirtschaftsstandort", sagt der sächsische Wirtschaftsminister und WFS-Aufsichtsratsvorsitzende Sven Morlok (FDP). "Dabei geht es nicht nur darum, neue Unternehmen nach Sachsen zu holen. Bereits hier ansässige Unternehmen beim Ausbau zu unterstützen, stärkt das endogene Wachstum im Freistaat. Wichtig ist eine engagierte, bedarfsorientierte und passgenaue Betreuung und Begleitung von potenziellen Investoren", so Wirtschaftsminister Morlok weiter.

 

Die Norafin Industries (Germany) GmbH ist eines der Unternehmen, die mit Unterstützung der WFS im vorigen Jahr wachsen konnten. Das Unternehmen mit Sitz in Mildenau (Erzgebirge) entwickelte zu Beginn der 1980er Jahre zusammen mit dem Forschungsinstitut für Textilindustrie (heute STFI) Europas erste Wasserstrahllinie, bei der Fasern mittels Wasser unter Hochdruck – durch feine Düsen gepresst – miteinander verwirbelt werden. Diese Technologie nutzt Norafin, um in Kombination mit einer firmeneigenen Nadeltechnologie innovative und funktionelle Textilien herzustellen. Die WFS begleitete im letzten Jahr die Erweiterung des Norafin-Standortes im Erzgebirge. Im August 2012 erfolgte der erste Spatenstich für die Errichtung einer weiteren Produktionshalle für die Herstellung von Vliesstoffen aus chemisch hergestellten Fasern sowie Naturfasern. „Andererseits geben uns unsere bestehenden Anlagen aber auch die Möglichkeit, mit einem völlig neuen Material zu arbeiten – Basaltfasern, die extrem hitze- und abnutzungsbeständig sind. Dass wir unser Geschäftsfeld stetig erweitern und wachsen können, dabei hilft uns die WFS zusammen mit den regionalen Wirtschaftsförderern und der Sächsischen Aufbaubank“, sagt Norafin-Geschäftsführer André Lang.

 

Mit 24 Neuansiedlungen bzw. Unternehmenserweiterungen und einem damit verbundenen Investitionsvolumen von 322,7 Millionen Euro wurden durch Unternehmen mit Unterstützung der WFS 1.215 Arbeitsplätze neu geschaffen. „Die Zahlen belegen – sowohl bereits ansässige, als auch neue Unternehmen investieren kontinuierlich in den Standort. Das Interesse am Wirtschaftsstandort Sachsen ist nach wie vor hoch, Investoren fühlen sich hier gut betreut. Allein im letzten Jahr haben uns über 80 neue Anfragen erreicht. Insgesamt haben wir 327 individuelle Standortangebote erstellt – knapp 40 Prozent mehr als im Vorjahr“, berichtet WFS-Geschäftsführer Peter Nothnagel. Die Interessenten kamen dabei hauptsächlich aus Deutschland, aber auch zum Beispiel aus den USA, aus Japan, Italien oder Polen. „Wir richten zudem unser Augenmerk zielgerichtet darauf, das endogene Wachstum bereits ansässiger Firmen intensiv zu stärken. Die steigende Zahl an Erweiterungsinvestitionen bestätigt unsere Bemühungen“, so Nothnagel weiter.

 

Bildunterschrift: (v.l.n.r.) Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok, André Lang (Geschäftsführer Norafin Industries), Peter Nothnagel (Geschäftsführer WFS) anlässlich des Pressegesprächs am 18.03.2013, Quelle: Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH