Erzgebirger hauchen europäischer Traditionsmarke neues Leben ein

Elektra Beckum zählte einst zu den großen Elektromaschinenherstellern in Europa. Mike Purkart lässt nun in seiner Firma in Niederschmiedeberg wieder Geräte unter dem Namen fertigen. Und er hegt ehrgeizige Ziele.

 

Niederschmiedeberg. Echt Erzgebirge. Dieses Gütesiegel trifft nicht mehr nur auf Holzkunst aus der Region zu, sondern auch auf Elektromaschinen einer Traditionsmarke, die einst in Europa zu den Marktführern gehörte. Elektra Beckum machte vor der Jahrtausendwende einen dreistelligen Millionenbetrag Umsatz. Doch es wurde ruhig um den Namen. Nun haucht die Firma Purkart in Niederschmiedeberg dem Namen neues Leben ein.

 

"Unser Chef hat schon immer davon geträumt, eine eigene Marke auf den Markt zu bringen", sagt der technische Leiter Kai Tenbergen. Bislang hat sich Mike Purkart mit seinem gleichnamigen Unternehmen fast ausschließlich auf die Zulieferbranche konzentriert. Das macht aktuell immerhin 70 Prozent des Fir- menumsatzes aus. Doch das soll sich nun ändern. "Wir wollen Elektra Beckum langsam wieder über Handelsvertreter aufbauen", stellt der Geschäftsführer in Aussicht.

 

Die Traditionsmarke wurde im Jahr 1964 gegründet und zählte zu den größten Herstellern für Holzbearbeitungsmaschinen. 1999 wurde das Werk in Meppen, in dem zu Spitzenzeiten fast 600 Mitarbeiter beschäftigt waren, von Metabo übernommen. 2010 erfolgte der Verkauf an die Firma Purkart. In diesem Zuge erwarb Mike Purkart auch die Lizenz für die Marke Elektra Beckum.

 

 

 

Quelle: Freie Presse vom 08.04.2017, Patrick Herrl