Elektro-Mobilität: Handtmann zieht Großauftrag an Land

Ab dem Jahr 2020 sollen im Erzgebirge Batteriequerträger für Elektroautos entstehen. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Biberach konnte sich gegen internationale Wettbewerber durchsetzen. Bevor die Produktion anlaufen kann, muss allerdings erst noch gebaut werden.

 

Annaberg-Buchholz/Biberach. Positive Wirtschaftsnachrichten aus dem Erzgebirge sind keine Seltenheit. Dass sich ein Unternehmen aus der Region aber einen Großauftrag holt, ist dann doch nicht alltäglich. So geschehen nun bei der Unternehmensgruppe Handtmann. Wie die international operierende Firma mitteilt, werden an den Standorten in Frohnau und Königswalde ab 2020 Batteriequerträger für Elektroautos hergestellt. Diese Teile sind notwendig, um Batterien zu schützen. So sei das Batteriegehäuse aufgrund der Fahrdynamik - Kurven, Bremsen, Erschütterungen, mögliche Unfälle - einer hohen Belastung ausgesetzt. Um negative Folgen zu verhindern, müsse die Batterieeinheit geschützt werden, was unter anderem mit den Querträgern erreicht wird. "Es ist ein rein mechanisches Bauteil", erklärt der Annaberger Werkleiter Joachim Reuter. Je nach Fahrzeugtyp werden unterschiedlich viele Batteriequerträger verbaut. Und genau diese Teile stellt der Bereich Handtmann Leichtmetallguss nun für einen internationalen Automobilkonzern her, heißt es aus dem Unternehmen.

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Um diese Menge bewältigen zu können, braucht es einerseits zusätzliche Mitarbeiter. Aktuell arbeiten am erzgebirgischen Standort 350 Männer und Frauen. 30 neue Arbeitsplätze in der Gießerei und in der mechanischen Fertigung werden aufgrund des Großauftrages neu geschaffen.

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Quelle: Freie Presse vom 24.10.2018, Denise Märkisch