Eiskalter Service: Schanzencrew tourt durch die halbe Welt

Wenig Winter, aber viele Wettkämpfe. Es wird immer schwieriger, um akkurate Voraussetzungen für Skispringen und -Fliegen zu schaffen. Und doch fahren manche um die halbe Welt, um sie zu schaffen. Warum nur?

 

Einmal Trondheim und zurück. Eine Strecke ist laut Routenplaner von Raschau aus allein 1794 Kilometer lang. Donnerstag hin, montags zurück. Und das ganze nur, weil eine Eisrinne auf den Millimeter passen soll. Es ist im Falle von Trondheim die des Granåsen-Skicenters, auf der Richard Freitag 2012 mit 140,5 Metern einen Schanzenrekord aufgestellt hatte. Doch deshalb setzt sich Peter Riedel, der Präsident des Wintersportclubs Erzgebirge Oberwiesenthal, nicht in seinen Bus. "Nein, ich tue dies beruflich. Ich muss für alle Skispringer gleichbleibende Bedingungen schaffen. Das ist mein Auftrag, den haben ich und meine Mitarbeiter umzusetzen. Und deshalb fahren wir in den Wintermonaten viele hundert Kilometer", erklärt der Unternehmer, der in Tellerhäuser wohnt und seine Firma in Raschau aufgebaut hat.

 

Quelle: Thomas Schmidt, Freie Presse vom 19.02.2016