Eine musikalische Erfolgsgeschichte

Die Firma Jakob Winter in Satzung liefert für jedes Instrument den passenden Schutz. Und die Nachfrage wächst. Deshalb investiert der Hersteller von edlen Koffern nun mehrere Millionen Euro in eine neue Halle. Auch sonst ändert sich einiges am Standort im Erzgebirge.

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Entsprechend kostbar sind die Instrumente. Sie zu schützen, darauf hat sich das Familienunternehmen Jakob Winter mit den Standorten in Satzung und im hessischen Nauheim spezialisiert. Nun wagt Dennis Winter, der den Betrieb in fünfter Generation führt, den nächsten Schritt und lässt die Produktionsstätte von edlen Koffern für einen Millionenbetrag erweitern.

Von der Flöte bis zum Kontrabass, vom Waldhorn bis zur Klarinette: Bei der Jakob Winter GmbH wird für fast jedes Instrument der passende Schutz entwickelt. Dieses Standbein macht etwa 50 Prozent des Jahresumsatzes aus, sagt Dennis Winter. Zudem werden Waffenkoffer, Spezialkoffer und Kunststoff-Formteile für die Möbelindustrie gefertigt. Aufträge erhält die Firma von den weltweit bekanntesten Instrumentenmarken. Dabei verwendet Jakob Winter Materialien wie Holz, Aluminium, Samt, Leder, Glasfaser und Carbon. Von den mehr als 150.000 Koffern, die jährlich von den rund 50 Mitarbeitern in viel Handarbeit produziert werden, bestehen mittlerweile immer mehr Exemplare aus Naturfasern wie Hanf und Flachs. Aus den Naturmaterialien werden in dem Traditionsbetrieb sogar biologisch abbaubare Urnen hergestellt.

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In den vergangenen Jahren sei der Umsatz stets um fünf bis zehn Prozent gestiegen, mittlerweile beläuft sich dieser auf einen hohen siebenstelligen Betrag. 2008 waren es noch 4,5 Millionen Euro.

Im April nächsten Jahres erfolgt mit der Fertigstellung des Projekts auch der Umzug. Denn die Produktion wird komplett nach Satzung verlagert. Bislang wird auch noch in Nauheim produziert. Künftig befindet sich in Hessen nur noch die Verwaltung. Damit entstehen im Erzgebirge neue Arbeitsplätze.

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Quelle: Freie Presse vom 20.12.2018, Patrick Herrl