Ein Stahlwerk, viele Chancen und ein gewaltiges Problem

Die Zukunft des Verbrennungsmotors ist zurzeit in aller Munde. Präzisionsteile dafür sind das Kerngeschäft der BGH Edelstahl. Die Lugauer bleiben in dieser Sache aber entspannt. Sorgen bereitet eine ganz andere Herausforderung.

 

Lugau. Das BGH Edelstahlwerk in Lugau fertigt Präzisionsdrähte und Stabstahl. Beispielsweise Ventilstäbe für Einspritzsysteme von Verbrennungsmotoren. Diese Zulieferungen für die Automobilindustrie machen laut Geschäftsführer Udo Bialke etwa 75 bis 80 Prozent des Auftragsvolumens aus. Über die Zukunft des Verbrennungsmotors wird gerade ausführlich diskutiert. Bialke hebt diese Debatte rein gar nicht an: "Da bin ich absolut entspannt." Für das eigene Produktportfolio sieht er in den nächsten zehn Jahre keine Probleme; darüber hinaus auch nicht wirklich. "Im Auto sind genug Drähte und Stäbe, Metall wird in der Automobilindustrie immer gebraucht", sagt Bialke.

 

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Dabei sei das Unternehmen gut aufgestellt und wolle wachsen. 270 Mitarbeiter sind in Lugau zurzeit beschäftigt, das Unternehmen sei eigentümergeführt. "Mit einer Ersterwähnung im Jahre 1467 in Siegen", ergänzt Bialke. Der Umsatz liege im dreistelligen Millionenbereich. So genau möchte er den nicht nennen. So relevant sei dieser auch gar nicht: "Umsatzzahlen sind reine Eitelkeit."

 

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Quelle: Freie Presse vom 02.09.2017, Björn Josten