Die Semperoper wird renoviert - Erzgebirger machen Boden gut

Seit einer Woche können Besucher im Rundfoyer des Dresdner Prachtbaus wieder über das Parkett schlendern. Eine Firma aus Pockau hat den Weg geebnet - und ist derweil schon wieder am Werk, gleich nebenan.

 

Pockau/Dresden. Knapp vier Wochen hat es gedauert, nun läuft in der Dresdner Semperoper wieder alles glatt - dem Erzgebirge sei dank. Denn sieben Mitarbeiter der Pockauer Parkettbaufirma von Gerd Kleditzsch haben den Boden im Rundfoyer des Prachtbaus erneuert. "Insgesamt handelt es sich um eine Fläche von 320 Quadratmetern", sagt Kleditzsch. Dort hat er mit seinen Leuten selbst angefertigte Parketttafeln verlegt. "Mitte September sind wir fertig geworden", so Kleditzsch.

Die Tafeln sind zuvor in seiner Pockauer Werkstatt gefertigt worden. Jede davon besteht aus einem 20 Millimeter dicken Trägerstück, auf das eine etwa halb so dicke Deckung aus massiver Eiche aufgebracht wurde. Rund zwei Monate Arbeit waren nötig, um die Einzelteile herzustellen. Bei dem neu verlegten Boden handelt es sich um ein rekonstruiertes Muster.

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Während die Parkettarbeiten für den Pockauer Gerd Kleditzsch in der Semperoper nun beendet sind, wartet auf ihn und seine Mitarbeiter unterdessen gleich die nächste Baustelle in der Landeshauptstadt. Die Parkettleger sind inzwischen im benachbarten Dresdner Schloss am Werk. "Dort verlegen wir im kleinen Ballsaal auf 130 Quadratmetern ein rekonstruiertes Parkett", erklärt Kleditzsch.

Als Vorlage dienten dabei diesmal nur historische Zeichnungen und alte Fotos. Ende Oktober, so die Hoffnung, soll auch dort der Boden bereitet sein.

 

Quelle: Kristian Hahn und Sven Wagner, 29.09.2018