Brauerei kann bald mehr Bierpaletten stapeln

Eine 60 mal 30 Meter große Lagerhalle entsteht bis nächsten Monat im Freiberger Brauhausgelände.

VON GABRIELE FLEISCHER

FREIBERG - Bauleute teilen sich derzeit mit Gabestapler- und Lastkraftwagenfahrern sowie jeder Menge Kästen die Außenfläche der Freiberger Brauhaus GmbH an der Leipziger Straße. Eine neue Lagerhalle entsteht bis nächsten Monat auf dem 12,3 Hektar großen Areal. Jetzt werden die Wände der Stahlkonstruktion aufgestellt, später wird der Fußboden betoniert. "Der muss für das exakte Stapeln der Paletten ganz glatt sein", betont Hans Michael Eßlinger, Sprecher der Geschäftsführung. Die zusätzliche Kapazität von 1800 Quadratmetern für Kästen, die aus der benachbarten Abfüllanlage kommen, vereinfacht für die Mitarbeiter die Logistik. "Außerdem können wir größere Mengen am Stück abfüllen, was den wirtschaftlichen Effekt für uns erhöht", erklärt Eßlinger. Mit dem Neubau wird die Lagerfläche auf 4500 Quadratmeter erweitert.

7,40 Meter hoch ist die neue Halle, das heißt, vier Paletten mit jeweils 40 Kästen könnten übereinandergestapelt werden. 184.000 Flaschen, so hat es die Logistikabteilung ausgerechnet, könnten in der Halle gelagert werden. Allerdings findet dort ein ständiger Umlauf statt. 30 bis 35 Lastkraftwagen täglich werden ent- und beladen. 1,3 Millionen Euro investiert die Brauerei in die Halle, deren Dach für eine Fotovoltaikanlage geeignet ist.

Wann eine solche Anlage auf das Dach kommt, ist aber noch unklar. Darüber denkt die Unternehmensleitung in einem nächsten Investitionsschritt nach. Alte und angebaute neue Halle erhalten im Frühjahr noch ein Vordach, um nicht mehr in der Halle, sondern davor die Beladung abzuwickeln. Das erspart auch den Kraftfahrern längere Wege. Größer geworden ist auch die Fläche für das Leergut. Auf 2700 Quadratmetern, das entspricht einer Erweiterung um 1100, können jetzt Leergutkästen stehen. Das bedeutet auch für die Gabelstapelfahrer ein besseres Rangieren. Ein Mitarbeiterparkplatz wurde dafür in das Außengelände verlagert. Die Masse der Kästen ist übrigens mit dem Hauptprodukt Freiberger Pilsner gefüllt.

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe 03.12.2011