Bei Scherdel ist am Arbeitsplatz derzeit auch Sport angesagt

Scherdel Marienberg

Bei einer der größten Firmen der Region stehen regelmäßig Übungen auf dem Plan - und das während der Arbeitszeit.

 

Marienberg. René Roschers Arbeitsalltag in der Fertigung des Marienberger Automobilzulieferers Scherdel ist monoton. Die meiste Zeit seines Arbeitstages steht der 41-Jährige an der Beschichtungsanlage. Dort hängt er Autoteile an Haken. Das Bücken und Heben geht auf die Knochen. Vor allem der Rücken bereitet ihm immer mal Probleme. Um Verspannungen vorzubeugen, absolviert er wie seine Kollegen regelmäßig ein kleines Training.

 

Zwischen dem Lärm der Maschinen gehen die Arme in die Höhe. Dann lassen die Arbeiter sie kreisen. René Roscher hat mit seinen Kollegen für zehn Minuten seinen Arbeitsplatz verlassen, um sich sportlich zu bewegen. Julius Michel leitet die Gruppe an. Der Gesundheitstrainer steht auf einem Bein und hält das Gleichgewicht. Die Männer und Frauen tun es ihm gleich. "Standbein lockern", ruft er ihnen zu. René Roscher hat sichtlich Spaß an den Übungen. Natürlich sei nicht zu erwarten, dass dreimal in der Woche eine zehnminütige Bewegung ausreicht, um die Rückenschmerzen verschwinden zu lassen. Aber die Muskeln würden gelockert, allein dies helfe schon.

 

Quelle: Georg Müller, Freie Presse vom 15.05.2016