Azubi aus Tschechien lernt Annaberger Friseur-Salon

Annaberg-Buchholz. Noch sind sie schwer zu finden: Lehrlinge aus dem Nachbarland. Das soll sich laut Arbeitsagentur-Chef Jürgen Sieg aber ändern. Ein erfolgreiches Beispiel gibt es bereits.

 

Ladislav Farkas hat einen Traum: "Ich wollte schon immer Friseur werden." Noch etwa zwei Jahre, dann kann sein großer Wunsch in Erfüllung gehen. Der 20-Jährige aus Tschechien absolviert eine Ausbildung im Annaberger Friseurstudio Jana Marks. Das hat Seltenheitswert im Erzgebirgskreis.

 

Geht es nach Arbeitsagentur-Geschäftsführer Jürgen Sieg, sollen mehr Azubis aus dem Nachbarland im Erzgebirgskreis eine Ausbildung beginnen. Das hat einen Grund: 2013 blieben 146 Lehrstellen im Kreis unbesetzt. "Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass in diesem Jahr wieder Plätze im dreistelligen Bereich frei bleiben", mahnt der Agentur-Chef. Diesem Trend will Sieg entgegensteuern. Eine Alternative sind ausländische Bewerber. "Wir müssen den Standort an der Grenze zu Tschechien besser nutzen, wie es die Bayern tun", erklärt Sieg. Besonders in handwerklichen Berufen oder der Altenpflege sei der Bedarf an Azubis groß. 

 

(Quelle: Freie Presse Annaberg, 25.03.2014)