Auer Modellbauer reagiert auf Mehrbedarf der Autoindustrie

Im Gewerbegebiet Alberoda entsteht eine neue Produktionshalle. Neue Maschinen und Anlagen sollen aufgestellt werden. Mit ihnen will das Unternehmen Aufträge effizienter abwickeln.

 

Aue/Schwarzenberg. Bei der Firma Modellbau Leistner im Gewerbegebiet Aue-Alberoda entstehen eine neue Produktionshalle und ein neues Bürogebäude. "Das ist notwendig, weil wir neue Maschinen, Anlagen und Rechentechnik anschaffen. Ziel von Automation und Digitalisierung ist die vernetzte Produktion, Stichwort Industrie 4.0", sagt Firmenchef Ingo Leistner.

 

Die automatisierten Abläufe sollen die Auftragsabwicklung effizienter machen. Das Auer Unternehmen arbeitet mit seinen verlorenen Urformwerkzeugen hauptsächlich den Modellbauern der Automobilindustrie und deren Zulieferern zu. Spezialisiert hat man sich vor allem auf Großwerkzeuge wie Seitenwände, Türen, Kotflügel und so weiter. Nach Konstruktionsdatensätzen werden aus großen Schaumstoffblöcken die Formen herausgefräst, die sich später rückstandslos in der Sandform auflösen, wenn beim Gießen der Werkzeuge 1400 bis 1500 Grad heißes, flüssiges Eisen ihre Stelle einnimmt. Jedes der Teile, das in der Auer Firma entsteht, ist somit ein "verlorenes Modell". Etwa eineinhalb Jahre Vorlauf haben die Auer Modellbauer, bevor ein neues Auto auf den Markt kommt. 

 

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Quelle: Freie Presse vom 29.07.2017, ​Heike Mann