Auer Firma liefert Spezialöfen für US-Recyclingfirma

Die Firma Industrieofenbau Aue ist auf Wachstumskurs. Weil es in der Muldestadt zu eng wurde, hat sich der Betrieb nun am Sachsenring erweitert. Nicht nur dort geht es um heiße Dinge.

 

Aue. Allein der Deckel des Pyrolyseofens, eine Art Recyclinganlage, hat schlicht gigantische Ausmaße. Er bringt 1,3Tonnen Gewicht auf die Waage und hat einen Durchmesser von drei Metern. Der gesamte sechs Meter hohe Ofen ist 13 Tonnen schwer. Wenn alle Segmente fertig sind, geht er auf die Reise per Schiff in die USA.

Gefertigt werden die Spezialöfen bei der Firma Industrieofenbau Aue (IOB) - und zwar in einer im Juni 2017 neu eröffneten Niederlassung im Gewerbegebiet "Am Sachsenring II" in Hohenstein-Ernstthal.

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Das Unternehmen wird in diesem Jahr seinen Umsatz von 3,5 auf geschätzte 7 Millionen Euro verdoppeln. Einen enormen Anteil hat diesmal auch ein Großauftrag aus den USA. Eine Recyclingfirma hat 20 Pyrolyseöfen bestellt. In den Öfen werden Altreifen bei 500 bis 700 Grad Celsius verkokt. Das Material wird thermo-chemisch aufgespalten. 

 

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Inzwischen haben auch Interessenten aus den Balkanstaaten, aus Saudi-Arabien und Nordamerika Bedarf angemeldet. "Und unsere Partner in den USA denken inzwischen über ein Zwillingswerk in den USA nach", weiß der Geschäftsführer.

Gebaut werden in der Firma nur Einzelanfertigungen oder kleine Serien. Die Entwicklung der Produkte übernehmen die eigenen Ingenieure. "Wir bauen auch kleine Industrieöfen, in denen kleine Bauteile für die Fahrzeugindustrie gehärtet werden. Außerdem sind wir der europäische Marktführer bei Salzbad-Härteanlagen", sagt Sylvio Jauch.

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Quelle: Freie Presse vom 28.09.2018, Hans-Peter Kuppe