100 Jahre Wendt & Kühn: Dresdner Moderne aus dem Erzgebirge

Dresden/ Grünhainichen. Die Sonderausstellung „100 Jahre Wendt & Kühn – Dresdner Moderne aus dem Erzgebirge“ dokumentiert das vielseitige gestalterische Schaffen der beiden Gründerinnen Grete Wendt und Grete Kühn im Umfeld der sich reformierenden Kunst- und Kunstgewerbeszene und spürt den Einflüssen der Moderne auf das unverwechselbare Design der Wendt & Kühn-Figuren nach.

 

Die kunst-handwerkliche Fertigung der heute weltweit bekannten Wendt & Kühn-Figurenwelt beruht auf einem reichen Musterschatz aus über 2.500 Skizzen, Farbentwürfen und Maßzeichnungen der Gründerinnen Grete Wendt (1887-1979) und Grete Kühn (1888-1977) sowie von Weggefährtin Olly Wendt (1896-1991). Diese noch heute produktiv genutzten Archive bildeten die Grundlage einer mehrjährigen Recherchearbeit zwischen Wendt & Kühn und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu den Anfangsjahren der Manufaktur.

 

Bis 15. November 2015 legen 300 ausgewählte Exponate Zeugnis von der Vielfalt in den künstlerischen Ausdrucksformen der Gründerinnen vor dem Einfluss der Dresdner Reformkunst um 1900 ab – und zwar anhand von noch nie gezeigten Zeichnungen, Öl-Gemälden und wertvollen Einzelstücken wie Kleinmöbeln, Puppenhäusern oder gedrechselten Dosen aus Edelhölzern. Zugleich sind die noch heute bekannten und beliebten Kinder-, Engel- und Weihnachtsfiguren aus den ersten Manufakturjahren zu sehen.

 

Quelle: Wendt & Kühn