Handwerker halten am Besuch von Messen fest

Uhlmann: "Für Gewinnen von Neukunden gibt es keine Alternative"

VON WILFRIED SAWORSKI

OLBERNHAU/ANNABERG-BUCHHOLZ - Mit der Konsumgütermesse "Ambiente" in Frankfurt/Main haben die Mitglieder des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller den dritten Auftritt in diesem Jahr gemeistert. Zuvor waren die Unternehmen auf der Messe "Christmasworld", ebenfalls in Frankfurt/Main, und der Spielwarenmesse in Nürnberg vertreten. Mit der "Cadeaux" in Leipzig am Wochenende und noch einmal im Herbst, der "Tendence" in Frankfurt/Main sowie Messen in den USA, Japan und England folgen weitere Präsentationen.

"Obwohl das Auftragsvolumen in den zurückliegenden Jahren oftmals rückläufig war und Messen mehr zu Imageveranstaltungen werden und der Kontaktpflege dienen, stellen wir diese nicht infrage", sagt Verbandsgeschäftsführer Dieter Uhlmann. "Für das Gewinnen von Neukunden gibt es keine Alternative." "Zur ,Ambiente' ging es für uns um das Erschließen neuer Kundenkreise, insbesondere aus dem deutschen und europäischen Fachhandel", betont Uhlmann. Die Qualität und Produktvielfalt der Marke "Echt Erzgebirge - Holzkunst mit Herz" soll aber auch die Stammkunden aus dem Fachhandel und die Kunden aus Übersee ansprechen. Angeboten wurde zur Messe nicht nur Traditionelles wie Räuchermännchen und Pyramiden, sondern auch moderne Formen.

Die Betriebe der erzgebirgischen Holzkunstbranche haben nach Verbandsangaben 2010 knapp 50 Millionen Euro umgesetzt. Damit lagen sie geringfügig unter dem Ergebnis von 2009. Während beim Inlandsgeschäft das Niveau etwa gleich blieb, mussten beim Auslandsgeschäft einzelne Unternehmen weitere Umsatzrückgänge verzeichnen. Deutlich rückläufig sei 2010 der Verkauf auf Weihnachtsmärkten gewesen.

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 23.02.2011