Gelenauer Gruppe übernimmt Firma

Zittau als neuer Standort mit 90 qualifizierten Mitarbeitern

VON GUDRUN MÜLLER

GELENAU - Die Ibex-Gruppe aus Gelenau wird zum Monatsende das Unternehmen Weigl Zerspanungstechnik Zittau, das im Juli Insolvenz anmelden musste, übernehmen. Das bestätigte Geschäftsführer Rüdiger Kunze auf Anfrage. Ausschlaggebend für das Engagement seien der Standort mit mehr als 8000 Quadratmetern Produktionsfläche und die 90 "hervorragend ausgebildeten Mitarbeiter" gewesen, die weiter beschäftigt werden sollen. Denn es sei derzeit schon schwer, im Erzgebirge qualifizierte Facharbeiter zu finden. Zudem befindet sich Zittau günstig im Dreiländereck, allein sieben größere Abnehmer der Gruppe hätten ihren Sitz in unmittelbarer Nachbarschaft. Auf die Frage, ob es mit dem Zuwachs auch zur Schließung von bisherigen Standorten kommt, sagte Kunze vorerst nur: "Unsere unternehmerische Heimat ist und bleibt Gelenau."

60 Millionen Umsatz angestrebt

Die Gebrüder Kunze GmbH war 1992 in Schönbrunn reprivatisiert worden und startete mit einem Umsatz von 1,4 Millionen Mark. Gegenwärtig beträgt der Umsatz 32 Millionen Euro. Die Gruppe, zu der vier weitere Unternehmen - unter anderem die Ibex Automotive GmbH und Ibex Components GmbH - gehören, strebt in diesem Jahr eine Umsatzhöhe von 60 Millionen Euro an. Gefertigt werden vor allem hochwertige Bauteile für die Automobilzulieferindustrie.

Gruppe hat 520 Mitarbeiter

An vier Standorten - zwei in Gelenau sowie in Schönbrunn und Nürnberg - würden 520 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mehrheit der Gesellschafteranteile der Gruppe hält die Familie Kunze. Noch in der Wirtschaftskrise im September 2009 hatte die Gelenauer Gruppe bereits das damals insolvente Unternehmen Burkon Nürnberg übernommen, das auf dem gleichen Marktsegment agiert habe.

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung,  26.10.2011