Mehr Umsatz im In- und Ausland: Die erzgebirgische Wirtschaft steht gut da

Sachsens Firmen haben in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres mit Exporten so hohe Umsätze erwirtschaftet wie nie zuvor. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden Güter im Wert von 29,47 Milliarden Euro ausgeführt - das entspricht einem Plus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch im Erzgebirge legten die Unternehmen im Auslandsgeschäft zu. Doch das Export-Plus von 3,9 Prozent fällt im Vergleich zum Freistaat bescheiden aus.

 

Das liegt in allererster Linie daran, dass Sachsens Export von der Automobilwirtschaft getragen wird. 48 Prozent aller Ausfuhren sind Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus. Allein in Leipzig, wo mit Porsche und BMW zwei Hersteller ansässig sind, stieg der Export um 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Kreis Zwickau, dort produziert VW in Mosel, stiegen die Auslandsumsätze um zwölf Prozent. "Solche Statistiken sind also mit Vorsicht zu lesen", sagt Martin Witschass, Referatsleiter Volkswirtschaft bei der Industrie- und Handelskammer in Chemnitz. Im Erzgebirge gebe es in erster Linie Automobilzulieferer, die ihre Waren eben nicht ins Ausland, sondern zu den Produzenten in der Bundesrepublik schicken würden. Nichtsdestotrotz gehe es vielen Firmen in der Region derzeit gut, wie die Beispiele Scherdel, Galvaontechnik Baum oder Schüler Zerspanungstechnik belegen.

 

Quelle: Daniel Bagehorn, Freie Presse vom 29.01.2016