Freiberg Instruments kann bauen

Der Stadtrat hat dem Verkauf eines Grundstücks im Gewerbegebiet Nord-West zugestimmt. Die junge Firma will sich erweitern.

VON STEFFEN JANKOWSKI

FREIBERG - Das war eine klare Sache für den Freiberger Stadtrat: Ein rund 6000 Quadratmeter großes Grundstück an der Delfter Straße wird an die Freiberg Instruments GmbH verkauft. "Es ist sehr schön zu sehen, wie sich eine junge Firma so gut entwickelt, dass sie nun sogar einen eigenen Gebäudekomplex errichten möchte", freute sich Andreas Böhn-stedt als Leiter des Freiberger Hochbau- und Liegenschaftsamtes über die Zustimmung der Abgeordneten.

Wie zugleich bekannt wurde, hat das Unternehmen, das Messtechnik für die Fotovoltaikindustrie herstellt, noch Größeres vor. Für eine gleichgroße Nachbarfläche in dem Gewerbegebiet Nord-West soll Freiberg Instruments für zwei Jahre eine Kaufoption im Grundbuch eingeräumt werden. Bei einem Bodenrichtwert von 15 Euro pro Quadratmeter ist der Landkauf aber der kleinere Teil der Investitionspläne.

Kay Dornich, der Geschäftsführer der 2005 gegründeten Firma, hat angekündigt, über zwei Millionen Euro in das neue Domizil hinter der Brauerei stecken zu wollen. Zunächst soll ein Bürogebäude mit einem kleinen Labor und einer kleinen Werkstatt entstehen. Ende 2012 ist Einzug vorgesehen. Derzeit ist das Unternehmen noch im Gründer- und Innovationszentrum im Gewerbegebiet Süd beheimatet. Die Belegschaft soll von derzeit 20 Mitarbeitern auf 50 bis 70 Beschäftigte wachsen.

Das Geheimnis des Erfolgs der beiden Firmengründer Kay Dornich und Jürgen Niklas, die beide an der TU Bergakademie geforscht haben, sind Spezialmessgeräte, die beispielsweise in Rekordzeit in den Siliziumblöcken, aus denen Wafer entstehen, Fehler feststellen können. Auch bei einer Marsmission der USRaumfahrtbehörde Nasa ist Freiberger Technik dabei, um das Alter von Gesteinen zu bestimmen. (mit gfl)

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Freiberger Zeitung, 11.10.2011