Die Westsächsische Hochschule Zwickau kooperiert erstmals mit österreichischer Ingenieurschule:

Die HTL1 in Klagenfurt. Foto: Stonitsch/HTL1
Die HTL1 in Klagenfurt. Foto: Stonitsch/HTL1

Praxisnähe und Technologietransfer steht dabei im Mittelpunkt

Absolventen der Höheren Technischen Bundeslehranstalt HTL1 in Klagenfurt/Kärnten können künftig drei Diplomstudiengänge an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) in nur vier Semestern abschließen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde am 9. Juni 2015 unterzeichnet. Diese Kooperation ermöglicht einen Austausch von österreichischen und deutschen Studenten sowie einen wissenschaftlichen Know-How Transfer zu österreichischen Unternehmen.

 

Zwickau. Die verkürzte Studiendauer für die Absolventen der HTL1 wird durch eine fünfjährige exzellente Ingenieur-Vorbildung – ähnlich der bekannten Berufsausbildung mit Abitur – ermöglicht. So werden neben Grundlagenfächern auch Fächer wie Energiesysteme, fachspezifische Informationstechnik, Automatisierungstechnik, Industrielle Elektronik und Antriebstechnik an der HTL 1 gelehrt und an der WHZ anerkannt. Durch diese Anerkennung von vier Grundlagensemestern aus der HTL1-Ausbildung beträgt die Reststudiendauer nur zwei Jahre (vier Semester).

 

HTL1-Absolventen können an der Fakultät für Elektrotechnik der WHZ die Diplomstudiengänge Elektrotechnik, Kraftfahrzeugelektronik sowie Informations- und Kommunikationstechnik abschließen. Sie müssen hierzu in Zwickau lediglich zwei Präsenzsemester absolvieren. Die letzten beiden Semester beinhalten die praktische Ingenieurausbildung und das Diplomprojekt. Diese können entweder in einem sächsischen und/oder einem österreichischen Unternehmen durchgeführt werden.

 

Internationaler Austausch erwünscht

 

Im internationalen Austausch können die österreichischen Studierenden intensive Kontakte zu hiesigen Studierenden und vor allem zu sächsischen Unternehmen aufbauen. Viele kleine und mittelständische Betriebe im Zwickauer Raum und im Erzgebirge arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung intensiv mit der WHZ zusammen. „Durch die forschungsnahe Ausbildung an der Fakultät Elektrotechnik werden die technischen Weiterentwicklungen auch über die Staatsgrenzen zeitnah bekannt gemacht. Dies führt mittelfristig zu guten Kontakten in beiden Industriestandorten“, so Prof. Gerhard Temmel, Studiendekan der Fakultät Elektrotechnik der WHZ.

 

Bereits im Herbst, mit Beginn des Wintersemesters 2015/16, können die ersten Klagenfurter Maturanten ihr Studium an der WHZ aufnehmen, und nur ein Jahr später würden somit die ersten Studierenden aus Österreich mit ihren Praxisarbeiten in hiesigen Unternehmen starten. Da sowohl die Region Kärnten, als auch Zwickau mit seiner Nähe zum Erzgebirge mit einer attraktiven Landschaft und einem hohem Freizeitwert aufwarten können, fällt den Studierenden die räumliche Anpassung sicher nicht schwer. Unternehmen in beiden Regionen haben daher die Chance, die fundiert ausgebildeten High Potentials dauerhaft zu binden. Ein lebendiger Wissenstransfer zwischen den ländlich-verdichteten Regionen mit exzellenten Unternehmen in der Elektrotechnik ist somit das langfristige Ziel der Kooperation, die für beide Einrichtungen die erste dieser Art überhaupt ist.

 

Kontakt:

Fakultät Elektrotechnik der WHZ

Prof. Dr. Gerhard Temmel

Tel.: + 49 (0) 375 536 1452

E-Mail:  gerhard.temmel@fh-zwickau.de