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Kühle Köpfe bringen Wärme in fröstelnde Körper

20.02.2018

Innovative Firmen im Erzgebirge erschließen Nischen im klassischen Leistungskatalog

Das Erzgebirge ist ein klimatisch rauer Landstrich, wo zumindest in den oberen Höhenlagen der Winter bis ins Frühjahr hinein ausharrt. Ein kleiner Ort am Erzgebirgskamm, Kühnhaide, gilt sogar als der kälteste bewohnte Ort Deutschlands, wo nicht selten im Februar das Thermometer auf minus 30 Grad sinkt. So kommt es nicht von ungefähr, dass  diese kalte Jahreszeit, die Klein- und Mittelständler hier inspiriert, zusätzlich zu ihren eigentlichen Leistungen wärmende Ideen für Endkunden auf den Markt zu bringen. Wir haben Unternehmer getroffen, deren Alltag von den Werkstoffen Metall, Textil und Kunststoff geprägt ist – beheimatet also in den klassischen Schlüsselbranchen des Erzgebirges. Die Vorteile klein- und mittelständischer Unternehmen bieten hier Spitzenfachkräften nicht nur Flexibilität sondern auch Raum für Kreativität.

Flammenturm der LaTeBi GmbH als Hingucker jeder Gartenparty

Der Schnee glitzert, die Sterne funkeln - ein Winterabend, viel zu schade, um ihn drin zu verbringen. Gemütlichkeit verbreitet der Flammenturm der LaTeBi GmbH – Lasertechnologie Bindemann - aus Großrückerswalde. Aus Stahlblech gefertigt, zeichnen die durchbrochenen Motive des ein Meter hohen Turms filigrane Schattenspiele in den Schnee. Gefertigt werden die Flammenkunstwerke für Haus und Garten als Unikate, was heißt, dass den persönlichen Wünschen in der Motivwahl kaum Grenzen gesetzt sind. Ob Geburtstagsjubiläum, die Namen von Braut und Bräutigam oder der Titel des eigenen Restaurants – jeder Turm wird nach individuellem Design zum Unikat und zur einzigartigen Geschenkidee. Eine extra Kochplatte verwandelt den Flammenturm zum Herd, auf dem man Glühwein in Geschirr aus Emaille oder Eisen erhitzen kann. Die Flammentürme besetzen lediglich eine Nische im Leistungskatalog der LaTeBi GmbH, die seit 2011 mit modernster Lasertechnologie Bleche und Baugruppen bearbeitet. Geschäftsführer Gunter Bindemann eint mit seinen drei Firmen LaTeBi GmbH, VSM GmbH Maschinen- und Anlagenbau sowie Maschinenbau Bindemann GmbH drei Firmen mit dem Fokus auf die Bereiche Verpackungs- und Sondermaschinenbau sowie reine Montage. Das erfahrene Team montiert weltweit vor Ort Anlagen in der Papierindustrie, Getränkeindustrie, Nahrungsmittelindustrie sowie Pharmazeutischen Industrie.



Airsole der Funke Stickerei GmbH trotzt ewig kalten Füßen

Meistens sind es die Frauen, die trotz Kamin und Feuerstelle über kalte Füße klagen. Die Funke Stickerei GmbH in Eibenstock hat eine 3-D-Schuh-Innensohle entwickelt, die wärmehaltende und feuchtigkeitsabsorbierende Eigenschaften vereint. AirSole ist eine innovative textile Hightech-Schuheinlage, die komplett waschbar ist und ständig für Wohlgefühl an den Füßen sorgt. Die durch ein sticktechnologisches Verfahren an 3D-Textilien entstehenden Air-Pads – ein Abstandsgewirke mit millionenfachen Fasern zwischen zwei Laken - geben den Füßen ein druckentlastendes und klimatisierendes Wellnessgefühl. Damit wird ein wohltuender Massageeffekt an der Fußsohle erzeugt, wodurch das gesamte Wohlbefinden des Körpers verbessert wird. Interessant und in Entwicklung für die kalten Wintertage ist eine Variante mit zusätzlichen Infrarot-reflektierenden Fäden, die in die Oberfläche der Schuheinlage integriert sind. Diese reflektieren die natürliche Körperwärme und halten die Füße bei einer angenehmen Temperatur. Gegründet wurde die Funke Stickerei Anfang des 20. Jahrhunderts als traditioneller Stickereibetrieb. Der Fokus des Textilunternehmens lag jahrzehntelang in der Herstellung von klassischen Wäschestickereien. Dennoch wurden die Sortimente und Techniken ständig erweitert und vor allem den sich verändernden Marktbedingungen und Kaufverhaltensweisen angepasst. Lag Anfang der90iger Jahre die Produktion von Heimtextilien wie Tischwäsche und Gardinen im Trend, orientiert sich Hartmut Funke mit seinem 29 Mitarbeiter starken Team aktuell darüber hinaus auf die klassische Bestickung von Vereins- und Firmenkleidung mittels traditionellen Großstickmaschinen und modernsten computergesteuerten Mehrkopfstickautomaten. Deutschlandweit macht sich das erzgebirgische Unternehmern immer mehr einen Namen als Komplettanbieter von individueller Schulbekleidung.

Noch mehr Wärme im Wellness-Bad der Mauersberger Badtechnik Betriebs GmbH

Wer noch immer kalte Füße hat, dem hilft nur eines: ein wohliges Bad in einer individuellen Wanne, produziert von der Mauersberger Badtechnik Betriebs GmbH aus Gelenau. Ein „ehrliches deutsches Produkt“ – mit diesem Statement wirbt Mauersberger für seine exklusiven Wannen und Duschtassen. Das Unternehmen ist nur einer von fünf Herstellern von Acrylbadewannen in Deutschland und hat sich mit besonders eindrücklichen fast skulpturalen Wannen einen Namen gemacht. Sie verwandeln jedes Bad durch individuelle Lösungen in Form und Farbe mit einem Hauch von Luxus in eine Oase der Sinne. Das Sortiment der Manufaktur umfasst Einbaubadewannen aus hochwertigem durchgefärbten Sanitäracryl, Duschwannen und -flächen sowie eigens entwickelte, freistehende Mineralbadewannen. In reiner Handarbeit entstehen diese am Markt einzigartigen Unikate aus einem patentierten Materialmix aus Naturstein, Naturpigmenten und hochfeinem Acryl. Modernste Whirlpool- sowie Licht- und Soundsysteme machen aus einem klassischen Vollbad ein Erlebnis. Mit Innovationen dieser Art hob sich das inhabergeführte Familienunternehmen zeitig von anderen Produzenten ab. Nicht nur deshalb, sondern auch durch den ausschließlichen Einsatz von besten Materialien setzt das 46-köpfige Team um Geschäftsführer Falko Mauersberger inzwischen im deutschsprachigen Raum Maßstäbe. Das Unternehmen zeigt, dass es durch einen gelungenen Markenaufbau in einem hart umkämpften Markt möglich ist, mit ehrlichen Produkten „Made in Germany“ erfolgreich zu agieren. Aufgrund dieser positiven Gesamtentwicklung, dem Engagement in der Region und für die Belegschaft sowie dem hohen Qualitäts- und Serviceanspruch wurde das erzgebirgische Unternehmen im vergangenen Jahr Finalist beim Großen Preis des Mittelstandes.