Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge findet statt: Mit Abstand bestes Format für Unternehmen trotz notwendiger Schutzmaßnahmen

Kompetente Partner finden, Kunden treffen, Netzwerke und neue Entwicklungen kennenlernen – kontinuierlich seit 15 Jahren steht dafür die Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge. Mit mehr Abstand als sonst wird sie in diesem Jahr am Mittwoch, 21.10.2020, von 10 bis 15 Uhr, in der Dreifeldsporthalle des Beruflichen Schulzentrums in Zschopau stattfinden. Hygienevorkehrungen wie beispielsweise Plexiglasscheiben an den Messeständen sorgen dafür, dass der Raum für individuelle Gespräche zwischen Ausstellern und Fachbesuchern auch in diesem Jahr erhalten bleibt.

Mit Sicherheit Raum für gute Gespräche

„Die Kooperationsbörse soll ein Zeichen sein, dass auch unter erschwerten Bedingungen und Vorsichtsmaßnahmen direkte Kommunikation möglich ist und die Wirtschaft Kooperationen braucht und lebt“, so Matthias Lißke, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. Die derzeitigen Allgemeinverfügungen lassen die Veranstaltung zu. Die Bedingungen in der Dreifeldhalle Zschopau sind räumlich großzügig, so dass das Hygienekonzept des Veranstalters eine größtmögliche Sicherheit für Aussteller und Besucher bietet. Dazu gehören neben der Einhaltung der Mindestabstände das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in den Messegängen sowie das Anbringen der Hygieneschutzwände aus Acryl an den Messeständen. „So bleibt trotz Schutzmaßnahmen für Aussteller und Gäste die Möglichkeit für persönliche Gespräche vorhanden“, so Lißke.

Messe mit Benefit-Charakter für Unternehmer

Als mit Abstand bestes Format in der Region, um Geschäftspartner zu treffen, werten Unternehmer die Ein-Tages-Veranstaltung seit langem. „Wir stellen durch Netzwerkarbeit im Erzgebirge immer wieder fest, wie viele verborgene Schätze an Firmen es gibt. Auf der Kooperationsbörse werden sie an einem Platz so richtig zum Leuchten gebracht“, verbildlicht Alexander Gränitz, Geschäftsführer der Firma Mogatec Moderne Gartentechnik GmbH in Drebach. Viele Male besuchte er die Messe als Gast, im vergangenen Jahr buchte er dann zum ersten Mal einen Messestand, um aktiv präsent zu sein. Auch deshalb, weil das Unternehmen sein Portfolio vor zwei Jahren erweiterte und zusätzlich zur Herstellung von Gartengeräten die Kabelkonfektion ins Unternehmen integrierte. „Wir wollen dieses Standbein weiter ausbauen. Wir haben gemerkt, dass wir als Aussteller besser Kunden gewinnen können, sogar aus direkter Nachbarschaft unserer Firma“, so Gränitz, und fügt hinzu: „Auf der Messe lernt man sich anders kennen. Wir agieren zwar oftmals im Wettbewerb zueinander, aber auf der Kooperationsbörse steht der Benefit für jeden im Vordergrund.“

Effektive Termine an nur einem Tag

Dass ein Experte für die Umsetzung einer neuen Produktidee oder Technologie auch gleich mal im Gewerbegebiet um die Ecke werkeln kann, weiß auch Mandy Haase. Sie ist Chefin der EMES Kabelbaum Konfektions GmbH in Amtsberg und ging den Weg der Kooperationsbörse Erzgebirge von Anfang an als Aussteller durchgängig mit. Und das aus gutem Grund: „Ich kann auf der Messe in fünf Stunden so viel an Gesprächen abarbeiten, wo ich sonst eine Woche im Außendienst durch Mitteldeutschland fahren würde“, erzählt sie und sagt, dass sie nicht nur ihre Kunden und Geschäftspartner auf die Messe einlädt, sondern auch von den anderen Ausstellern profitiert. Mandy Haase beobachtet, dass sich die Besucherzahl in den letzten Jahren nochmals sehr positiv entwickelt hat – vor allem im Hinblick auf die Herkunft. So verweist sie auf zahlreiche Gäste aus Thüringen und Tschechien, die das Angebot der erzgebirgischen Veranstaltung schätzen: „Zudem kommen wirklich nur Besucher, die auch ernsthaft an Kooperationen interessiert sind. Laufkundschaft gibt es kaum.“ Dass die Messe trotz der Covid19-Pandemie stattfinden kann, begrüßt die Geschäftsführerin sehr. Sie war kürzlich auf der Messe „All About Automation“ in Chemnitz präsent und spürte, dass Telefonate zwar vieles klären können, aber kein Ersatz für das Gespräch von Angesicht zu Angesicht sind. „Es ist wichtig, dass Menschen zusammen kommen dürfen. Viele persönliche und technische Details lassen sich so viel besser besprechen.“

Hintergrund

Die Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge wird organisiert von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und dem Erzgebirgskreis sowie mit der IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge. Über 100 Aussteller nehmen an der Netzwerkplattform für die Industrie in der Region teil. Bereits zum 15. Mal liefert die Ein-Tages-Veranstaltung den Messegästen auf kleinem Raum die lückenlose Kette vom Software-Entwickler über den Werkzeugbauer und Verpackungshersteller bis hin zum Vertriebspartner. Seit Jahren hat sich das Konzept unter dem Motto „Informieren – Kontaktieren – Kooperieren“ an den jährlich wechselnden Standorten bewährt. Die Kooperationsbörse Zulieferindustrie ist seit jeher Ausdruck der guten überregionalen Vernetzung des Wirtschaftsstandortes Erzgebirge mit seinen Nachbarregionen.