Woche der offenen Unternehmen

Marienberg/Zschopau. „Überlegst Du noch oder weißt Du’s schon?“ – unter diesem Motto öffnen vom 14. bis 18. März Unternehmen der Region, um jungen Menschen einen Einblick in das Berufsleben zu gewähren. Auch Eltern und Lehrer sind herzlich eingeladen, die Mitarbeiter von morgen zu begleiten und mit den Unternehmern von heute ins Gespräch zu kommen. „Zur Woche der offenen Unternehmen öffnen im Erzgebirgskreis 216 Firmen die Türen für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 aus Mittelschulen und ab Klasse 9 aus Gymnasien“, sagt Kerstin Hillig von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge. Der Tag in den Produktionsstätten dient zur beruflichen Orientierung. 9.000 Hefte mit dem Slogan „Überlegst Du noch oder weißt Du’s schon?“ wurden in den zurückliegenden Wochen an die Schulen im Erzgebirgskreis verteilt, um die jungen Leute und ihre Eltern rechtzeitig über die 374 Terminmöglichkeiten vor Ort zu informieren. 115 Berufsbilder im Dualen System, zum Teil auch für Hauptschüler, und 20 Duale Studiengänge stehen zur Auswahl. „Die Unternehmen, die sich vorstellen, spiegeln die Branchenvielfalt der Region wider“, sagt Kerstin Hillig. Den Schwerpunkt bilden Firmen aus dem verarbeitenden Bereich im Metall- und Elektrosektor. Aber auch die Branchen Papier, Textil, Kunststoff und Ernährung sind vertreten. Besonders stark aufgestellt haben sich die Bereiche Verwaltung und Gesundheitsdienstleistungen. „In diesem Jahr ist die Zahl der teilnehmenden Firmen noch gestiegen. Dadurch wird auch die Palette der Berufsbilder bunter“, freut sich die Frau von der Wirtschaftsförderung.

 

BESUCHE AM NACHMITTAG

Die Firmenbesuche werden während der Woche der offenen Unternehmen überwiegend nachmittags angeboten und sollen die individuellen Neigungen der Mädchen und Jungen berücksichtigen. Gerade auch für Mädchen bieten die naturwissenschaftlich-technischen Richtungen interessante Chancen.

 

ORGANISATOREN VOR ORT

Koordinator der Woche der offenen Unternehmen im Erzgebirgskreis, welche seit 2003 jährlich im März stattfindet, ist die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH in Zusammenarbeit mit dem Referat für Kreisplanung und Wirtschaftsförderung des Landratsamtes.

 

AUSBILDUNG MIT MUSIK

Mit ihrem Ausbildungsevent „Hier spielt die Musik“ spricht die Arbeitsagentur Annaberg-Buchholz am 18. März von 16 bis 20 Uhr junge Menschen an, um sie für die Ausbildung zu interessieren und sie fit zu machen für ihren weiteren beruflichen Weg. Mehr als 50 Arbeitgeber aus Handwerk und Industrie machen das Berufsleben für Jugendliche erlebbar. Dazu gibt es ein tolles Musikprogramm mit jungen Musikern aus der Region und einem Rapper, der das Motto der Veranstaltung in seinem Lied verarbeitet hat. Darüber hinaus sind namhafte Sportler zu Gast, es gibt Workshops zum Thema Ausbildung, einen kostenlosen Bewerbungscheck sowie viele weitere Überraschungen. „Hier spielt die Musik“ findet am Standort der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz, Paulus-Jenisius-Straße 43, in der Kreisstadt statt.

 

FORSTWIRT: LIEBE ZUR NATUR

Erstmals in diesem Jahr wird während der Woche der offenen Unternehmen das Tätigkeitsgebiet des Forstwirts vorgestellt. Der Beruf, dem eine dreijährige Lehrzeit voraus geht, verlangt sowohl geistige Beweglichkeit als auch biologische, forst-, betriebswirtschaftliche und technische Kenntnisse. Die Arbeit in der Natur und die trotz zunehmender Mechanisierung vorhandene schwere körperliche Arbeit erfordern eine stabile Gesundheit. Die Arbeit eines Forstwirts erstreckt sich auf große Territorien und setzt ein selbstständiges und verantwortungsbewusstes Handeln voraus. Tätigkeiten in kleinen Gruppen erfordern außerdem Flexibilität und Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

 

OPTIKER: MODEBEWUSSTES HANDWERK

Einer der ältesten Berufe ist der des Optikers. Er entstand bereits im Mittelalter. Der heutige Berufszweig hat mit seinen Wurzeln jedoch kaum noch etwas gemeinsam. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre, das umfangreiche Wissen wird im dualen System vermittelt. Der künftige Nachwuchs sollte handwerkliche Fähigkeiten besitzen und darüber hinaus über soziale Kompetenzen verfügen. Interesse an Physik, Mathematik und Geometrie sind von Vorteil. Die Freude am exakten und zuverlässigen Arbeiten ist ebenso Voraussetzung wie der Sinn für Formen und Modebewusstsein.

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Zschopauer Zeitung, 05.03.2011