Wo im Erzgebirge Snow- und Skateboards vernäht werden

Die Longboard Technologie von Buddy Buddy (Foto: buddybuddy.eu)
Die Longboard Technologie von Buddy Buddy (Foto: buddybuddy.eu)

In Witzschdorf entstehen Sportgeräte nach einer neuen Technologie. Das Unternehmen Buddy Buddy will damit sogar in der Champions League mitmischen.

 

Witzschdorf. Mit dem Stickmuster auf hölzernem Grund sieht das Snowboard, das Gerd Kaden in den Händen hält, recht stylish aus. Nein, es geht nicht um einen weiteren optischen Akzent für die neue Saison. Das Design ergibt sich aus der Funktionalität, die dem Wintersportler, der zum ersten Mal mit dem Brett unterwegs ist, ein Aha-Erlebnis verschaffen soll. Kaden spricht von gezielter Biegefestigkeit und Schwingungsdämpfung. Die besonderen Eigenschaften wurden unter Laborbedingungen getestet. In der Praxis führen sie zu einem merklich besseren Fahrverhalten, sagt der Waldkirchener: "Fast jeder, der mit dem Board schon mal probeweise gefahren ist, hat es sich später gekauft."

 

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Mike Gelbricht hatte die Idee, ein Sportgerät aus ökologisch nachhaltigen Rohstoffen zu entwickeln, das ohne schwer recycelbare Carbonverbindungen auskommt und bessere Eigenschaften als konventionell hergestellte Bretter aufweist. Aus diesem Anspruch entstand die Technologie und daraus die Firma Buddy Buddy. Der Kern eines Buddy-Buddy-Boards besteht aus Eschen- und Pappelholz, der beidseitig mit Glasfasermatten verklebt wird. Das Besondere: Der Holzkern ist mit mehr als 100 Löchern versehen. Durch diese hindurch werden die Glasfasermatten mit etlichen Stichen pro Loch vernäht. Diese vertikale Verankerung macht die besondere Stabilität des Boards aus. Wobei die Anordnung der Löcher das Schwingungsverhalten bestimmter Zonen des Decks definiert.

 

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Quelle: Freie Presse vom 14.09.2017, Mike Baldauf