WätaS erhält renommierten TGA Award für die intelligente Wärmeerzeugung und Nutzung von Abwärmepotentialen in einem denkmalgeschützten Mehrfamilienhaus in Marienberg

WätaS aus Olbernhau erhält den Deutschen TGA Award
WätaS aus Olbernhau erhält den Deutschen TGA Award

Unter 180 Bewerbern konnte das innovative Energiekonzept der WätaS die Fachjury überzeugen. Es ist gelungen, im Energieausweis den Energiebedarf mit A+ zu bewerten. In der Laudatio wurde hervorgehoben, dass „ damit ein Standard erreicht werden konnte, welcher richtungsweisend für die Renovierung von Altbausubstanz ist und für ganz Deutschland vorbildlich sein kann. WätaS habe bewiesen, dass Denkmalschutz und energetische Sanierung kein Widerspruch sein müssen“.

 

Das preisgekrönte Objekt befindet sich im städtischen Sanierungsgebiet „Historische Altstadt“ der Bergstadt Marienberg. Das Mehrfamilienhaus der Unternehmerfamilie Enders wurde vor ca. 300 Jahren erbaut und 1924 letztmalig saniert. Schon in der ersten Planungsphase sollten die zukünftigen Nutzungsbedingungen und ein ökologische Grundausrichtung komplex betrachtet werden, so die Ziele des Bauherrn. Ein kombinierter Einsatz innovativer und ressourcenschonender Technologien zur energetischen Versorgung des Gebäudes spielten hierbei eine übergeordnete Rolle.

 

Als Produzent von Wärmeübertragern und technischen Geräten ist das Unternehmen WätaS stetig auf der Suche nach neuen technologischen Herausforderungen. Es bot sich an, eine solche auch in der Altbausanierung zu finden und umzusetzen.

 

Aus dem Komplex mehrerer technischer Lösungen hob Herr Enders in seiner Vorstellung des Projektes anlässlich der Preisverleihung in Berlin im Rahmen der Berliner Energietage mehrere installierte Besonderheiten hervor:

 

„Wir freuen uns besonders, dass es gelungen ist, neuartige WätaS-Produkte in der Haustechnik einzusetzen. Ein spezieller Wärmeübertrager gewinnt Energie zum Heizen aus der feuchten Luft im Keller. Ein wichtiger Effekt ist gleichzeitig die Trocknung der Kellerwände ohne zusätzliche Energie. Wir setzen eine gasbetriebene Wärmepumpe ein. Gas erfordert gegenüber Strom nur 25% der laufenden Betriebskosten… Das Grauwasser wird in Haushalten bisher immer energetisch ungenutzt in die Kanalisation geleitet. Hier steckt aber viel bereits bezahlte Wärme drin. Wir setzen jetzt einen WätaS-Wärmeübertrager ein, der Wärme zurückgewinnt und diese wieder nutzbar macht. Weiter können wir auch jede Temperatur unter 45°C, wie solche im Winter oder an trüben Tagen entsteht, aus der Solarthermieanlage verwenden. Die Kombination aller verwendeten Technologien bringt neben der deutlichen Senkung der Betriebskosten eine jährliche Minderung der CO2-Emissionen um 63.000 kg.“

 

In der folgenden Diskussion mit Fachpublikum wurde mehrfach betont, dass die nutzbaren Abwärmepotentiale in Bestandsgebäuden tatsächlich hoch wären, aber die vom Preisträger vorgetragenen, auf die Gebäude zugeschnittenen komplexen Lösungen, bisher in der Praxis viel zu wenig Anwendung finden würden. Viel zu häufig würde zu schnell auf hohe Kosten oder gar technische Unmöglichkeit verwiesen. Es sei wichtig, dass derartige Konzepte und Installationen eine breite Anwendung erfahren sollten, da diese überzeugend die Möglichkeit zu Senkung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen belegen.