WätaS bewirbt sich zum IQ Innovationspreis Mitteldeutschland mit innovativer Lösung zur Trinkwassergewinnung durch Nutzung von Abwärme

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Die neu entwickelte Anlage dient der Gewinnung von entmineralisiertem Wasser aus Meerwasser. Durch eine neuartige Wärmetauscherlösung wird die Kondensationswärme zur Vorerwärmung des Prozesswassers energetisch genutzt. Die Temperatur des reinigenden Wassers dient gleichzeitig als Kühlpotential für die Kondensation. Die neue Technologie arbeitet im Untersiedebereich. Dadurch ist es möglich niedere Temperaturen zwischen 50 und 80°C für die notwendige Erwärmung des Salzwassers zu nutzen. Dieser Temperaturbereich steht in vielfacher Weise aus thermischen Erzeugungsprozessen als Abfallenergie zur Verfügung. Damit ist es zum Beispiel für Hotels in der Nähe des Meeres möglich, die Abwärme der eigenen stromerzeugenden BHKW’s sehr effizient für die Herstellung von eigenem Trink- und Brauchwasser zu verwenden.

 

Dem Entwicklungsansatz wurde zu Grunde gelegt, eine Lösung zu finden, welche in hohem Maße den Abläufen in der Natur gleicht – über dem Meer bildet sich durch die Energie der Sonne mittels Verdunstung Wasserdampf, dieser steigt auf, bildet Wolken und diese kondensieren in hohen kalten Luftmassen aus – es regnet – entsalztes Wasser. Die WätaS-Technologie konzentriert sich auf das Nachempfinden dessen. Die Technologie ist auch zur Reinigung von Gewässern, Seen oder Flüssen, geeignet.

 

Und natürlich bestand die Entwicklungsaufgabe darin, die Abläufe der Natur in eine Anlage „zu sperren“. Hierfür wurde eine Containerlösung ausgewählt. Damit besteht die Möglichkeit, auch kleinteilig und dezentral Trinkwasser zu gewinnen. Lange Transportwege und aufwändige Verteilersysteme sind nicht erforderlich. Bei Bedarf können durch Kombination der Container auch Großanlagen zusammengefügt werden. Diese Technologie verwendet bisher kein Wettbewerber. Es wurden internationale Schutzrechte angemeldet.

 

Stand der Technik sind zentrale, großtechnisch ausgelegte Meerwasserentsalzungsanlagen, die energieintensive thermische Verfahren oder elektrischen Membranverfahren zum Verdampfen oder Filtern salzhaltigen Wassers verwenden. Immer bleibt als Rückstand Salzkonzentrat als Belastung der Natur. Oft werden auch Chemikalien eingesetzt.

 

Die WätaS-Vorteile:

 

Nutzung von Abfallwärme im Niedertemperaturbereich

Reduzierung aufwändiger Vorreinigung des Meerwassers

Vermeidung chemischer Zusätze

eingesetzte Lüfter benötigen nur 24 Volt Niederspannung, Stromverbrauch je erzeugtem Liter Wasser nur 1 Watt

Dezentraler Einsatz durch Containerlösung auch bei Kleinverbrauchern. Damit entfallen lange Transportwege und aufwändige Verteilersysteme.

Container können skalierbar auch zu Großanlagen zusammengeführt werden

Als Endprodukt entsteht kein kristallisiertes Salz oder keine Salzlauge. Das ins Meer rückfließende Wasser erfährt nur eine Aufkonzentration von ca. 0,3%, was für die Natur unbedenklich ist. 

 

 

Die energieeffiziente Wasserentsalzungsanlage leistet einen bedeutenden Beitrag zur Lösung eines Menschheitsproblems in der Welt – die stabile, preiswerte und hygienische Versorgung mit dem Nahrungsmittel Nr. 1 – Wasser. Die Bereitstellung von Trinkwasser sichert die allgemeine soziale und Lebensqualität nachhaltig. Geschieht dies durch eine Technologie, welche in der Lage ist wie hier, die für den Prozess erforderliche Primärenergie aus Abfallwärme zu organisieren, ist eine hohe Energieeffizienz erreicht. 

 

Quelle: WätaS Wärmetauscher Sachsen GmbH