Vom Blaufarbenwerk zur Nickelhütte

375 Jahre Nickelhütte Aue GmbH

Grund zu feiern hat in diesem Jahr die Nickelhütte Aue GmbH: Am 20. Februar 1635 erhielt der Schneeberger Bergherr, Veit Hans Schnorr der Ältere, das Privileg, das erste Blaufarbenwerk in Sachsen zu errichten. Die industriell produzierte Farbe aus Kobalterz entwickelte sich zum Exporterfolg von Holland bis Venedig. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde mit der systematischen Herstellung von Nickel aus dem Blaufarbenwerk eine Nickelhütte. 1991 kaufte der Unternehmer Siegfried Jacob den Betrieb und stellte die Produktion aus ökologischer Sicht völlig um. Heute bedient das Unternehmen komplexe Rohstoffkreisläufe, indem es verschiedene Metalle aus Stoffgemischen recycelt. Die Nickelhütte beschäftigt etwa 430 Arbeitnehmer und Auszubildende und exportiert Chemikalien, Metallsalze und Konzentrate in 45 Länder. Gefeiert wird das Jubiläum im späten Frühjahr.

 

Der sozialen Verantwortung als gesundes und wirtschaftlich stabiles Unternehmen entsprechend, baute die Nickelhütte Aue Werkhallen um und stellte sie Betreibern für Kino, Fitnessstudio und Eislaufhalle zur Verfügung. 150 Mädchen und Jungen finden in den Sportsektionen der Nickelhütte eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Diese Unterstützung dient der Nachwuchsförderung im Skisprung und für die Bundesligamannschaften in Hand- und Fußball.