Radler können sich bald besser orientieren

Bis Anfang April soll ein Teil des Zschopautalradwanderweges neu ausgezeichnet werden. Die Schilder für den 41 Kilometer langen Abschnitt liegen bereit und können angebracht werden.

VON MIKE BALDAUF

ZSCHOPAU/MARIENBERG - Radfahrer und Wanderer können sich auf eine bessere Beschilderung des Zschopautal-Radwanderweges freuen. Bis zum Beginn der neuen Saison soll die 41 Kilometer lange Strecke zwischen dem Wolkensteiner Ortsteil Niederau und Flöha im Nachbarlandkreis Mittelsachsen mit neuen Wegweisern ausgestattet sein.

Diese liegen momentan im Zschopauer Bauhof, sagt Armin Reichel von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. Federführend für die acht Anliegerkommunen hatte die Stadt im Frühjahr für das mit 26.000 Euro veranschlagte Projekt einen Antrag auf Förderung bei der Landesdirektion Chemnitz gestellt. Die Schilder muss nun jede Kommune selbst anbringen. Armin Reichel geht davon aus, dass Anfang April alles fertig ist.

Entlang des Radwanderweges sind mehr als 100 Standorte zu berücksichtigen. Die bisher verwendeten einfachen Zwischenwegweiser werden dabei an 73 markanten Stellen durch sogenannte Pfeilwegweiser ergänzt. Diese enthalten zusätzlich Entfernungsangaben zum nächsten Ort beziehungsweise zu Ausflugszielen. Die Beschilderung entspricht dem in der sächsischen Radverkehrskonzeption von 2005 festgelegten Standard, erklärt der Projektkoordinator.

Einige Änderungen gibt es auch an der Streckenführung: In Zschopau führt der Radweg nunmehr am Haltepunkt der Erzgebirgsbahn Zschopau-Ost vorbei. "Die gesamte Route wurde nahe der Gleise angelegt, soweit das möglich war. Damit bekommen Radfahrer die Gelegenheit, ein Stück des Weges mit der Bahn zurückzulegen", erklärt Reichel.

Radler, denen unterwegs die Puste ausgeht, dürften dieses Angebot zu schätzen wissen. Insbesondere zwischen Zschopau und Augustusburg gilt es einige Kanten zu überwinden. In dem engen Tal gelang es nicht in jedem Fall, den Weg in Flussnähe anzulegen und damit der Idealroute zu folgen.

Eine gute Konstitution müssen Radfahrer ebenso auf dem Anstieg von Floßplatz nach Warmbad mitbringen. Die beiden Abschnitte zählt Armin Reichel zu den anspruchsvollsten der Strecke. "Wer die Radwege im Mittelgebirge nutzt, sollte andererseits wissen, worauf er sich einlässt", fügt er hinzu. Wissen sollten Radler ebenso, dass die Route an manchen Stellen über wenig befahrene Straßen ausgezeichnet ist. Zwischen Zschopau und Waldkirchen sind etwa 5,9 Kilometer Kreisstraße einbezogen.

In Flöha können Radler dagegen künftig statt auf der Straße entlang der Zschopau fahren. Zwischen der alten Baumwollspinnerei im Ortszentrum und der Mündung von Zschopau und Flöha wurde entlang des Dammes ein neuer Weg angelegt.

Die acht Anliegerkommunen haben sich in einer Rahmenvereinbarung verpflichtet, den Weg gemeinsam zu unterhalten und zu vermarkten. An dem Projekt beteiligen sich neben Zschopau auch Wolkenstein, Drebach, Großolbersdorf, Gornau, Grünhainichen, Augustusburg und Flöha.

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Zschopauer Zeitung, 14.12.2011