Nobelpreisträger Prof. Gerhard Ertl spricht auf dem 35. Clemens-Winkler-Kolloquium

Autor/en: Cornelia Riedel

Die Katalyse an Oberflächen ist Thema des zentralen Vortrags des 35. Winkler-Kolloquiums am 10. November 2011 an der TU Bergakademie Freiberg. Als einer von drei Referenten wird Prof. Gerhard Ertl, der Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 2007, 14 Uhr im Hörsaal 1 des Clemens-Winkler-Baus auf der Leipziger Straße 29 erwartet.

 

Zentrales Thema des Kolloquiums ist die Katalyse, ein Vorgang zur Steuerung chemischer und biologischer Vorgänge. Katalytische Prozesse sind von großer Bedeutung in der Umwandlung von Stoffen in chemisch-technischen Großanlagen aber auch im Autokatalysator zur Schadstoffbeseitigung oder im Körper bei der Nahrungsumwandlung.

 

Prof. Gerhard Ertl vom Fritz-Haber-Institut in Berlin hatte 2007 für seine Forschung zur Oberflächenchemie und den grundlegenden Vorgängen an Feststoffkatalysatoren den Nobelpreis für Chemie erhalten. In seinem Vortrag wird er über diese Prozesse sprechen. „Prof. Ertl ist besonders für seine Leistungen zu Aufklärung des Mechanismus der Ammoniaksynthese sowie der Beschreibung sogenannter musterbildenden Reaktionen bekannt, deshalb freuen wir uns sehr, dass wir ihn als Vortragenden für das 35. Winkler-Kolloquium gewinnen konnten“, sagt Prof. Florian Mertens vom Institut für Physikalische Chemie der TU Bergakademie Freiberg.

 

Weitere Referenten des Winkler-Kolloquiums sind unter anderem Prof. Rudi van Eldik, von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der über Flüssigphasen-Katalysen berichten wird, und Prof. Dietmar Schomburg von der TU Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, der ein ausgewiesener Experte im Bereich der Bioinformatik und der Biokatalyse ist.

 

Das Clemens-Winkler-Kolloquium ist eine Veranstaltungsreihe der TU Bergakademie Freiberg, in der seit mehr als drei Jahrzehnten wichtige Fragen der Chemie diskutiert werden. Der Chemiker Clemens Winkler entdeckte im Jahre 1886 an der Bergakademie Freiberg das Element Germanium.

 

 

Quelle: Pressestelle der TU Bergakademie Freiberg