Neues Gebäude soll Platz für mehr Maschinen schaffen

Die Firma Metalltechnik Annaberg schreibt volle Auftragsbücher und platzt aus allen Nähten. Ein 1,5-Millionen-Euro-Bau soll helfen, die Situation zu entspannen.

VON CHRISTINE BERGMANN

KÖNIGSWALDE - Das Gebäude im Gewerbegebiet an der Annaberger Straße beeindruckt mit einem ungewöhnlichen Baustil. Die Büroetage zieht sich wie ein Band quer über die darunter liegenden Produktionsräume. Trotzdem wird die Firma Metalltechnik Annaberg ihr äußeres Erscheinungsbild in Kürze nochmals ändern. Der Werkzeugbau aus Königswalde zieht in ein neues Rundgebäude, und die Lagerfläche wird erweitert. Alle Planungsunterlagen für den 2000 Quadratmeter großen Neubau liegen demnächst bei den Genehmigungsbehörden, die Finanzierung ist bis auf Kleinigkeiten gesichert. "Wenn alles gut geht, können Ende August die Bagger anrücken", erklärt kaufmännischer Betriebsleiter Mario Metzdorf.

 

"Wir schauen auf eine gute Auftragslage."

Mario Metzdorf Kaufmännischer Betriebsleiter

Noch vor dem Winter sollen die Bodenplatten und Stahlbauten fertig sein. Nächstes Jahr könnte der Werkzeugbau in das neue Rundgebäude umziehen und damit Platz für weitere Maschinen schaffen. "Der Anbau wird notwendig, weil Produktion und auch Lagerkapazität an ihre Grenzen stoßen", ergänzt Tom Meyer als technischer Betriebsleiter.

1,5 Millionen Euro werden in den Anbau des Unternehmens fließen. Weitere zwei Millionen Euro kosten die neuen Fertigungsmaschinen. Hergestellt werden vor allem Klemm- und Kontaktteile für die Elektroindustrie. Hinzu kommen Verbindungselemente für Schaltanlagen.

In der gut gefüllten Produktionshalle "spucken" 25 Maschinen und Automaten jährlich etwa 50 Millionen Metallteile in die eisernen Auffangkisten. Zehn Werkzeugmechaniker sorgen dafür, dass 95 Prozent aller Kundenwünsche punktgenau erfüllt werden können. "Bei uns sind 500 unterschiedliche Produkte gelistet", erklärt Tom Meyer. Monatlich kommen neue hinzu. In die Automaten läuft vor allem unterschiedlich starkes Bandmaterial aus Stahl und Kupfer. Das wird gebogen, gefräst, gebohrt und beschichtet. 48 Beschäftigte sorgen dafür, dass jährlich 1000 Tonnen Kupfer und 960 Tonnen Stahl verarbeitet werden können - Tendenz steigend. "Wir schauen auf eine gute Auftragslage", freut sich Metzdorf und erklärt das auch mit der hohen Arbeitsmoral seiner Mitarbeiter. Die kommen alle aus der Region. Nicht von ungefähr hat sich der junge Nordfranke ein Haus in Königswalde gekauft. "Die Menschen hier sind nett", sagt er mit einem Lächeln.

9,5 Millionen Euro Jahresumsatz konnten die beiden Prokuristen im Geschäftsjahr 2010 gegenzeichnen. "Das ist noch ausbaufähig", schätzt Meyer. Man brauche nur die entsprechenden Ideen, das Geschäft am Laufen zu halten. Die haben die beiden Männer in der Tasche, bei Metalltechnik Annaberg wird längst in drei Schichten produziert.

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 06.07.2011