Neuerschließung des Gewerbegebietes „Raschauer Weg“ offiziell abgeschlossen

Ministerpräsident Tillich (links) und Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Hiemer. (Foto: erzgebirgskreis.de)
Ministerpräsident Tillich (links) und Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Hiemer. (Foto: erzgebirgskreis.de)

Ministerpräsident Tillich besucht Schwarzenberg

Ein Großprojekt konnte die Große Kreisstadt Schwarzenberg am gestrigen Tag (17. Oktober 2016) offiziell beendet und seiner Bestimmung übergeben werden. Die Fertigstellung der Eisenbahnkreuzungsanlage war die letzte Teilmaßnahme im Rahmen der Neuerschließung des Gewerbegebietes „Raschauer Weg“, für die insgesamt 3,5 Mio. Euro investiert wurden. Der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich nutze diesen Anlass, um persönlich seine Glückwünsche zu übermitteln und sich ein Bild über die entstandenen Bedingungen zu machen. Auch Frank Vogel, Landrat des Erzgebirgskreises, sowie Vertreter des Schwarzenberger Stadtrates, der an Planung und Umsetzung beteiligten Behörden und von bauausführenden Firmen folgten der Einladung der Oberbürgermeisterin, Heidrun Hiemer.

 

„Das Geheimnis des Erfolges ist die Beständigkeit des Zieles“, mit diesem Zitat des britischen Schriftstellers Benjamin Disraeli zeigte sich die Oberbürgermeisterin froh, dass diese Investition nun erfolgreich realisiert wurde. „Damit haben wir Voraussetzungen geschaffen, die eine sichere Zufahrt zu den Unternehmen ermöglichen, auch bei winterlichen Verhältnissen und ohne Unfallschwerpunkte.“, so Frau Hiemer weiter. Täglich transportieren hier 50 LKW´s die Waren des ansässigen Verpackungsherstellers Schumacher Packaging GmbH.

 

Ministerpräsident Tillich machte in seiner Ansprache ebenfalls deutlich, dass es von großer Bedeutung ist, die Bedingungen vor Ort für Wirtschaft und Unternehmen stetig zu verbessern. „Die Erschließung des „Raschauer Weges“ ist ein gutes Beispiel, das kennzeichnend für Sachsen steht: Das vertrauensvolle Miteinander von Kommunal- und Landespolitik.“, so Tillich. Nur gemeinsam könne das Entwicklungspotenzial der Unternehmen generiert werden, auch wenn topografische Gegebenheiten dies mitunter schwierig gestalten (Infrastruktur). Tillich ist sich sicher, dann gehört der Erzgebirgskreis auch weiterhin zu den stärksten Standorten Sachsens im Bereich Industrie. Der Freistaat gewährte eine Förderung von 1,9 Mio. Euro für die Neuerschließung des Gewerbegebietes.

 

Unternehmensbesuch bei der Schumacher Packaging GmbH

Im Vorfeld des Termins besuchte der Ministerpräsident den Schwarzenberger Standort der Schumacher Packaging GmbH. Die Geschäftsführer Hendrik Schumacher und Christan Bleyl gaben einen Einblick in die Historie des Familienunternehmens und führten durch die Fertigungsbereiche Kartonagenerzeugung und -verarbeitung.

 

Das Hauptwerk der Schumacher Packaging GmbH liegt im bayerischen Ebersdorf. Dort legte 1948 Kurt H. Schumacher den Grundstein des Unternehmens als er ein Großhandelsunternehmen für die ortsansässige Spielwaren-, Polster- und Kleinmöbelindustrie gründete. 1970 begann die eigene Wellpappe-Produktion in Ebersdorf. Seit Ende der 90er Jahre wuchs die Gruppe kontinuierlich. Sie beschäftigt heute über 2.600 Mitarbeiter an 13 europäischen Standorten in Deutschland, Polen und den Niederlanden.

 

Auch im Schwarzenberger Werk hat sich viel getan, wie Geschäftsführer Schumacher berichtet: „Seit 2008 investierte das Unternehmen mehr als 20 Mio. Euro und konnte die Belegschaft von 150 auf 200 erhöhen“. In diesem schnelllebigen und umkämpften Geschäft setzt der Verpackungsmittelspezialist vor allem auf individuelle und qualitative Lösungen. Die Kunden des in dritter Generation geführten Unternehmens gehören verschiedensten Bereichen an. „Wir liefern u. a. an die Lebensmittelindustrie, Online-Händler und die Chemieindustrie. Das verleiht uns vielseitige Standbeine.“, verrät Schumacher im Gespräch mit dem Ministerpräsidenten.