Neue Recycling-Anlage entsteht in Aue/Alberoda

Im Gewerbegebiet Aue/Alberoda soll für 17 Millionen Euro eine neue Recycling-Anlage mit 15 Arbeitsplätzen entstehen.
Im Gewerbegebiet Aue/Alberoda soll für 17 Millionen Euro eine neue Recycling-Anlage mit 15 Arbeitsplätzen entstehen.

Im Gewerbegebiet Aue/Alberoda könnte künftig synthetischer Diesel aus Müll hergestellt werden. Dafür sind in den vergangenen Tagen die Weichen in den Ausschüssen des Stadtrates gestellt worden. Das Investitionsvolumen beträgt 17 Millionen Euro.

Nachdem der Stadtentwicklungsausschuss dem Antrag auf vorzeitigen Baubeginn und der Verwaltungsausschuss dem Kaufantrag zum Kauf des Gewerbegrundstückes im Gewerbegebiet Aue/Alberoda zugestimmt hat, soll, die notwendigen Genehmigungen weiterer Behörden vorausgesetzt, der Bau Ende September beginnen. Bei einem Investitionsvolumen von 17 Millionen Euro soll eine Anlage zur katalytischen, drucklosen Verölung (KDV) entstehen, die bisher, neben den Anlagen in Mexiko, Polen, Schweiz, Finnland und Kanada, einmalig in Deutschland wäre.

 

Das Verfahren wurde von Dr. Christian Koch entwickelt. Das Ausgangsmaterial stammt aus der gelben Tonne. Etwa 50 Tonnen sollen künftig täglich vom Recycler geliefert werden. Dieses Material wird dann auf drei Millimeter zerkleinert und in einem Vorprozess mit einem Trägeröl vermengt und auf 160 Grad Celsius erhitzt. Im Hauptprozess, der im Vakuum abläuft, beträgt die Temperatur dann 360 Grad Celsius, wobei der entstandene Brei mit Wasserstoff in einer Destillationsphase entschwefelt wird. Aus 48-50 Tonnen Müll entstehen so etwa 27.000 Liter Dieselkraftstoff. Dies sind jährlich ungefähr zehn Millionen Liter, die dann über den Mineralgroßhandel verkauft werden sollen. Mit der neuen Anlage sollen 15 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Außerdem sollen vier Blockheizkraftwerke betrieben werden.

 

Foto: Stadtverwaltung Aue