Maschinenbauer investiert Millionensumme in Zwönitz

Maschinen-Service Heyde Zwönitz

Die Firma Heyde repariert für ES Automobilguss, Porsche und Co. Industriemaschinen, die so groß wie ein Wohnhaus sein können. Das Geschäft läuft gut - deshalb soll der Betrieb jetzt wachsen.

 

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"Wir sorgen dafür, dass die Industriebetriebe in der Region laufen", sagt Ihle und vergleicht seine Firma mit einem "Zahnarzt für die Indus-trie". "Immer wenn's weh tut, kümmern wir uns darum." Dann fährt ein Mitarbeiter vor Ort und setzt die defekte Maschine instand. Ab und zu müsse aber ein "schlechter Zahn" gezogen, also ein defektes Bauteil ausgetauscht werden, sagt er.

 

Aus diesem Maschinenservice genannten Geschäftsfeld sind inzwischen zwei weitere Standbeine erwachsen: So planen und installieren die Zwönitzer Druckluft- und Versorgungstechnik für die Industrie und fertigen selbst Metall- sowie Blechteile. Beide Geschäftsfelder machen heute zusammen fast 50Prozent des Umsatzes aus.

 

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Bis August dieses Jahres sollen die Arbeiten an der Werkhalle abgeschlossen sein. Gut 2,5 Millionen Euro lässt sich Heyde den Neubau samt Bürotrakt und neuen Maschinen kosten, wobei ein Teil mit Fördermitteln des Landes Sachsens finanziert wird. In die Halle soll künftig der Bereich Feinblechbau ziehen. Fünf bis sechs zusätzliche Mitarbeiter, schätzt Ihle, würden deshalb in den nächsten Jahren gebraucht.

 

Sorgen, Fachkräfte zu finden, macht sich die Firma dabei nicht. "Wir sind in der glücklichen Lage, noch qualifizierte Bewerbungen zu bekommen", so Ihle. Die Gründe dafür seien verschieden. So versuche man junge Leute mit Schülerpraktika früh an die Firma zu binden und zahle einen guten Lohn. "Und 20Prozent des Unternehmensgewinns werden an die Mitarbeiter ausgeschüttet."

 

 

 

Quelle: Freie Presse vom 27.04.2018, Jürgen Freitag