KSG knackt die Schallmauer von 100 Millionen Euro Umsatz

Margret Gleiniger - Geschäftsführerin der KSG (Foto: Mirko Hertel)
Margret Gleiniger - Geschäftsführerin der KSG (Foto: Mirko Hertel)

2017 war das beste Jahr des Gornsdorfer Leiterplattenherstellers seit 1990. Es wird weiter kräftig investiert - und intern noch mehr auf jeden einzelnen Mitarbeiter gesetzt.

 

Gornsdorf. Die Kurve zeigt weiter nach oben: Der Gornsdorfer Leiterplattenhersteller KSG hat 2017 sein erfolgreichstes Jahr seit 1990 abgeschlossen. Erstmals wurde die 100-Millionen-Euro Marke geknackt, exakt 100.870.000 Euro Umsatzerlös erzielt. Im Vergleich zum Jahr zuvor ist das ein Zuwachs um 13 Prozent.

 

Damit sticht der Leiterplattenhersteller in der Branche heraus. Aufgrund der guten Konjunktur konnte die Elektronikbranche im vergangenen Jahr beim Umsatz um durchschnittlich fünf Prozent zulegen, berichtet Margret Gleiniger. Die Geschäftsführerin der KSG ist deshalb mehr als zufrieden. "Ein gutes Jahr. Viele unserer Kunden haben ein Wachstum verzeichnet." Vor allem in den Bereichen Sensortechnik, aber auch in der Automobilindustrie - etwa bei den Themen E-Mobilität und autonomes Fahren - steige die Nachfrage weiter.

 

Trotz des Wachstums hat die KSG im vergangenen Jahr ihr Schichtsystem reduziert. Rollende Woche hat noch die Abteilung Galvanik, der überwiegende Rest arbeitet fünf Tage lang in drei Schichten, erläutert Gleiniger. 

 

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Ein gewaltiger Wurf ist der KSG im Sommer mit der Übernahme der Häusermann GmbH aus Gars am Kamp in Österreich gelungen. Der bisherige Konkurrent der KSG mit 200 Mitarbeitern und einem Umsatz von 32 Millionen Euro in 2017 interessierte die Gornsdorfer vor allem wegen seiner Kapazitäten. "Uns ging es weniger um die Marktanteile als um die freien Produktionsflächen", sagt die Geschäftsführerin. Denn damit stößt die KSG in Gornsdorf schon länger an ihre Grenzen. Wenn die im Herbst begonnene Lagerhalle Ende dieses Jahres steht, sind nahezu alle Reserveflächen bebaut.

 

Mit dem Kauf von Häusermann ist die KSG laut Gleiniger zur Nummer zwei in Europa bei der Herstellung von Leiterplatten aufgestiegen. Zusammen bedienen sie knapp 1000 Kunden. Die beiden Standorte sollen erhalten bleiben.

 

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Quelle: Freie Presse 07.02.2018, Kathrin Neumann