IHK ist Transferpartner für Industrie 4.0-Themen

Mit den Möglichkeiten der Digitalisierung verbindet sich die Chance, gewachsene industrielle Wertschöpfung in der Region Chemnitz zu sichern und auszubauen. Schon heute bestehen am Standort wegweisende Forschungs- und Demonstrationsprojekte (z.B. die Experimentier- und Digitalisierungsfabrik der TUC oder die E3-forschungsfabrik Ressourceneffiziente Produktion am Fraunhofer IWU) und mittelständische Unternehmen kooperieren bereits mit diesen.

 

Die IHK Chemnitz begleitet diesen Transferprozess eng und baut ihre Kompetenz zu Themen der „Industrie 4.0“ aus. Bereits in den vorhergehenden Jahren (seit 1998) konnte sich die Kammer ein weithin beachtetes Ansehen als wirkungsvoller Initiator und Kommunikator von Transferthemen aus dem Bereich der ITK erarbeiten. Zuletzt mit dem Projekt eBusiness-Lotsen. Das Programm lief jedoch im September aus.

 

Seit Oktober agiert die Kammer im Verbund mit bundesweiten Partnern im Rahmen des vom BMWi forcierten Förderschwerpunktes „Mittelstand 4.0“. Das Konsortium – eines von deutschlandweit vieren – bildet ein als „Agentur Prozesse“ bezeichnetes Netzwerk und beschäftigt sich mit der Adaption und Implementierung von Digitalisierung in industriellen Wertschöpfungsprozessen. Rolle der IHK Chemnitz – als der bundesweit einzigen eingebundenen Kammer - ist es, Unternehmen vor Ort zu unterstützen und einen regionalen und bundesweiten Wissens- und Technologietransfer zu gewährleisten.

 

Damit ist es der IHK Chemnitz auch zukünftig möglich, das erworbene Profil als Transferpartner von ITK-Knowhow in die Unternehmen auf anspruchsvolle Weise weiterzuentwickeln.

 

Auf sächsischer Ebene vertritt die IHK Chemnitz federführend die Sächsischen Industrie- und Handelskammern im 2015 gründeten Beirat „Digitale Wertschöpfung“ des SMWA. Im Rahmen dieser Mitarbeit beteiligt sich die IHK Chemnitz aktiv an der Kommentierung der seitens der Staatsregierung (Federführung beim SMWA) aktuell in Erarbeitung befindlichen Digitalisierungsstrategie des Freistaates. (Quelle: IHK Chemnitz)

 

Die Herausforderungen, die sich für die sächsische Industrie ergeben, wird ab Januar 2016 Thema der Strategiewerkstatt „Industrie der Zukunft“  sein. Welchen Herausforderungen im internationalen Wettbewerb oder in technologischer Hinsicht werden sich die Unternehmen in den kommenden Jahren stellen müssen? Welche Rahmenbedingungen sind für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der sächsischen Industrielandschaft erforderlich? Auf diese und viele andere Fragen soll die Strategiewerkstatt Antworten geben und konkrete Handlungsempfehlungen erarbeiten, die durch die VDI/VDE Innovation +Technik GmbH koordiniert wird. 

 

Im Auftrag des BMWi erschien in 2015 die Studie "Erschließen der Potenziale der Anwendung von 'Industrie 4.0' im Mittelstand", die die Hintergründe zum Thema übersichtlich zusammenfasst.