Hightech in der Anlaufspur - drei erzgebirgische Firmen zeigen weltweit Spitzenleistung

Auf einer Hightech-Konstruktion aus weißem Kunststoff und Keramik wird die Weltelite im Jahr 2014 auf den Skisprunganlagen von Sotschi um den großen Olympiasieg springen. Das ausgeklügelte, einzigartige Anlaufspur-System, das sommers wie winters zu gleichen Bedingungen genutzt werden kann, entstand in den Köpfen und Werkhallen dreier erzgebirgischer pfiffiger Firmen: der Brandes Technik GmbH Scharfenstein, den Elektroanlagen Frölich aus Sosa und der Klempnerei Polusik aus Aue – in Zusammenarbeit mit der Firma CeramTec-Etec bei Köln, welche die Vermarktung des Systems übernimmt.

 

Noch verfügen nicht viele Schanzen über „Aloslide Ice“, wie die wahrscheinlich derzeit modernste Anlaufspur, genannt wird. Der Internationale Skiverband FIS empfiehlt jedoch, alle Schanzenanlagen im Weltcup mit dieser Kombispur auszurüsten. Das integrierte Kühlsystem erzeugt im Winter aus der Luftfeuchtigkeit eine Eisschicht in der Spur. Im Sommer fließt Wasser auf die Spur und die Springer gleiten auf den in Kautschuk eingebauten Noppen aus Hochleistungskeramik hinab. Hinter dieser Idee steckt der langjährige Erfahrungsschatz von Joachim Winterlich, dem ehemaligen Trainer von Schanzenadler Jens Weißflog.

 

Bei der Brandes GmbH wurden die Bauelemente zusammengebaut – die beiden westerzgebirgischen Firmen montierten das System vor Ort. Doch nicht nur im kasachischen Hochgebirge waren die Erzgebirger bisher aktiv – sondern auch auf der weltweit modernsten Skisprunganlage in Klingenthal und auf der Schanze in Oberstdorf. Die Entwicklung und Herstellung der Weltneuheit, die im Dezember aufwändig in Sotschi montiert wurde, ist ein Beispiel für typische erzgebirgische Kooperation und Spitzenleistung unter dem Slogan „Erzgebirge - Gedacht. Gemacht.“