Gerät erkennt Krankheiten an Atemluft

Die Graupner Medical Group ist seit knapp 30 Jahren am Markt. Ihr Spezialgebiet ist unter anderem die Ausstattung von Praxen und Kliniken. Nun wurde in Falkenbach ein neues Logistikzentrum eröffnet. Nicht die einzige Neuerung.

 

Geyer/Falkenbach. Ein kleiner grauer Kasten mit einem Display und einem Mundstück, angeschlossen an einem Laptop: Was auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkt, könnte in den Augen von Beate Viertel, Geschäftsführerin der Graupner Medical Group, vielleicht die Welt ein Stück verbessern. Denn bei dem Gerät handelt es sich um einen sogenannten Multi-Marker-Monitor. Mit ihm kann die Atemluft von Patienten auf verschiedene Erreger und Krankheiten getestet werden. Als Beispiel nennt die gebürtige Erzgebirgerin antibiotikaresistente Keime. Aber auch Tuberkulose, Ebola, Virusgrippen und vieles mehr könnten mit dem einfachen Atemlufttest erkannt werden.

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Dass Beate Viertel an den Erfolg glaubt, beweist auch eine andere Neuerung in dem 1990 gegründeten Unternehmen. Vor Kurzem eröffnete die Firma, die ihren Hauptsitz in Geyer hat, in Falkenbach ein neues Logistikzentrum. Vorher lagerten die von Graupner vertriebenen medizinischen Produkte - zum Portfolio gehört so ziemlich alles, was im Bereich Medizin und Pflege gebraucht wird - in angemieteten Lagerhallen. In Falkenbach hat das Unternehmen eine alte Strumpffabrik erworben, saniert und Teile für seine Zwecke umgebaut. 

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Die Graupner Medical Group ist vor allem in Deutschland, Österreich und Polen aktiv. Aber auch in andere Länder wird geliefert. Dabei arbeitet das Unternehmen mit Kliniken, Medizinischen Versorgungszentren und auch Ärzten der Human- und Veterinärmedizin zusammen. Aber auch die direkte Patientenversorgung gehört zum Aufgabengebiet. Der Jahresumsatz beträgt rund 10 Millionen Euro.

 

Quelle: Freie Presse vom 23.08.2018, Denise Märkisch