Freiberger Unternehmen investiert in neue Laser-Sinter-Anlage

Ein Mitarbeiter der ACTech GmbH bei der Formmontage.
Ein Mitarbeiter der ACTech GmbH bei der Formmontage.

Die ACTech GmbH, Entwickler und Hersteller von Gussteilprototypen hat ihren Maschinenpark erweitert. Mit der Investition in eine weitere Laser-Sinter-Anlage reagiert das Freiberger Unternehmen auf ein kontinuierlich wachsendes Auftragsvolumen.

Dies betrifft insbesondere die Triebstrang- und Fahrwerksentwicklung für Pkw, Nutzfahrzeuge und den Off-Highway-Bereich. Auch Prototypengussteile für den Geräte-, Maschinen- und Anlagenbau sowie für Luftfahrt und Energietechnik fertigt ACTech für ihre internationalen Kunden.

 

Die jüngste Investition reiht sich in den bereits weltweit größten derartigen Maschinenpark ein, der nunmehr aus acht Anlagen für den Sandguss und einer Anlage für den Feinguss besteht. „Für mich ist die Firma ACTech ein Paradebeispiel für mutigen Unternehmergeist und eine absolute Erfolgsgeschichte. Gemeinsam mit dem ACTech Geschäftsführer, Herrn Dr. Florian Wendt, konnten wir über die Jahre völlig neue Märkte für das Laser-Sintern erschließen. Heute bieten wir eine Technologie an, die die Art und Weise verändert, wie Unternehmen Konstruktion und Fertigung angehen. Wir freuen uns, dass sich ACTech erneut für ein Laser-Sinter System aus unserem Hause entschieden hat. Mit Hilfe dieses additiven Fertigungsverfahrens und auf Basis ihres langjährigen Technologie-Know-hows wird ACTech auch weiterhin seine Kunden kompetent bei der Lösung ihrer technischen Herausforderungen unterstützen“, erklärte Dr. Hans J. Langer, CEO und Gründer der EOS GmbH

 

ACTech ist eigenen Angaben zufolge Mitentwickler und seit 1995 Erstanwender dieser spezifischen Technologie, die es gestattet, bei der Gussteil-Prototypen-Fertigung auf den zeit- und kostenaufwändigen Gießereimodellbau zu verzichten. Dazu werden die Sandform und die entsprechenden Kerne, die die Hohlräume des späteren Gussteils bilden, im schichtweise auftragenden (generativen) Laser-Sinter-Verfahren oder im abtragenden Formstoff-Fräs-Verfahren, für das mehrere eigene Schutzrechte bestehen, und ggf. in Kombination mit der Abformung von CNC-erstellten Modellen gefertigt. Diese drei Verfahren lassen sich freizügig kombinieren und ergeben je nach Bedarf, gewünschter Stückzahl, Größe, Geometrie, Oberflächen- und Genauigkeitsanforderungen an die Gussteile sowie dem Zeit- und Kostenbudget des Kunden die optimale Verfahrenskombination.

 

Die forcierte Suche der Automobilbranche nach innovativen, energie- und abgas-effizienten Antriebssystemen trägt wesentlich zur gestiegenen Nachfrage nach Prototypen bei. Auch die weiteren, von ACTech bedienten Industriezweige entwickeln unter hohem Zeitdruck; die Variantenvielfalt steigt, langjährige Kunden setzen in zunehmend allen Entwicklungsprogrammen auf ACTech und jährlich erkennen Neukunden weltweit die Vorzüge ihrer industriellen Dienstleistung. Im Jahr 2010 hatte ACTech darum bereits eine zusätzliche 1.350 qm große Fertigungshalle für die mechanische Bearbeitung einbaufertiger Gussteile in Betrieb genommen. In diesem Zusammenhang hat ACTech in den Jahren 2008 bis 2011 schwerpunktmäßig in fünf Achs-CNC-Fräsmaschinen verschiedener Spezifik sowie in Mess- und Prüftechnik investiert.

 

Foto: ACTech GmbH