Freiberger Studenten gewinnen Young Vision Award 2016

(v.l.) Christoph Bender, Prof. Moa’d Amro und Maximilian Käferstein mit dem Young Vision Award © TU Bergakademie Freiberg
(v.l.) Christoph Bender, Prof. Moa’d Amro und Maximilian Käferstein mit dem Young Vision Award © TU Bergakademie Freiberg

Zwei Studenten der TU Bergakademie Freiberg konnten die Jury des Young Vision Award mit ihrer Idee für eine umweltfreundlichere Ölgewinnung überzeugen. Nach dem Finale am 25. Oktober in Freiberg, erhielten die beiden den Preis für Nachwuchsförderung.

 

Der Young Vision Award der Wintershall Russland und der Gazprom International bringt jedes Jahr junge Studierende aus Deutschland und Russland zusammen, um sich gemeinsam über neue Forschungsansätze im Bereich Erdöl- und Erdgasförderung auszutauschen. Der diesjährige Award fand erstmals an der TU Bergakademie Freiberg statt. Für dieses Vertrauen und die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit bedankte sich Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht in seiner Begrüßungsansprache. Die Veranstaltung biete jungen Wissenschaftlern aus Russland und Deutschland eine gute Plattform für den gemeinsamen Austausch.

 

Die besten der eingereichten Arbeiten prämierte die internationale Jury am 25. Oktober in der Alten Mensa. Neben der TU Clausthal und der Uchta Technical State University standen auch Christoph Bender und Maximilian Käferstein der Fachrichtung Tiefbohrtechnik, Erdöl- und Erdgasgewinnung von der TU Bergakademie Freiberg im Finale. Sie stellten der Jury ihre technologische Idee zur umweltfreundlichen Gewinnung von Erdöl vor. Mit der sogenannten In Situ-Separation sollen sich künftig Lagerstättenwasser und Erdöl bereits während der Produktion in der Förderbohrung trennen lassen. Das Öl wird schließlich an die Oberfläche transportiert und das Lagerstättenwasser über andere Kanäle abtransportiert beziehungsweise in tiefere Formationen verpresst.

 

„Ich freue mich, dass unsere Idee die Jury überzeugen konnte. Jetzt können wir mit den Versuchen starten und das Verfahren weiter vorantreiben“, erklärt Prof. Moh’d Amro, Direktor des Institutes für Bohrtechnik und Fluidbergbau an der Freiberger Universität und Betreuer der beiden Studenten. Er fügte hinzu: „Sollte dieses Verfahren seine Praxistauglichkeit beweisen, wäre das ein signifikanter Qualitätssprung in der Fördertechnologie“.  

 

Die Gewinner erhalten ein Sachpreis für die angewandte Forschung.  Gleichzeitig erhalten sie die Möglichkeit, ein Praktikum bei der Wintershall Russland zu absolvieren, in dem sie die praktische Arbeit der Erdöl- und Erdgasförderung kennenlernen. Zudem wird die Gewinnerarbeit im Fachmagazin „Oil&Gas Journal Russia“ veröffentlicht.