Freiberger Präzisionstechnik auf Fachmesse in Köln erfolgreich

Aufträge aus aller Welt sind der FPM Holding GmbH Freiberger Präzisionsmechanik nach ihrem Messeauftritt in Köln ins Haus geflattert.

Von Rolf Rudolph

Freiberg. Die Weltleitmesse für Geodäsie und Geoinformatik "Intergeo 2010" im Oktober in Köln hat für die Freiberger Präzisionsmechanik ein positives "Nachspiel". Dem Traditionsbetrieb flatterten Aufträge aus Australien, Österreich und dem chinesischen Hongkong ins Haus. Bei ihrem 16. Auftritt in Köln hatte die Firma ihr Sortiment unter dem Schwerpunkt Deformationsmessung und Lotmesstechnik präsentiert.

"Bestellt haben die ausländischen Kunden Lotgeräte, die wir neuerdings auch mit Laserokular ausrüsten können", sagte Geschäftsführer Hubert Böhme. Diese Technik misst senkrechte Linien, wobei große Höhen überbrückt werden. Einsatzgebiete sind der Bausektor sowie der Bergbau. Auch beim Bau von Autobahntunneln und da speziell für die senkrechten Abluftschächte ist die Technik im Einsatz. Das Unternehmen führte auf der Fachmesse mit mehreren 100 Kunden aus dem In- und Ausland Gespräche, resümiert Böhme. Erste erfolgversprechende Kontakte seien zu nordafrikanischen Händlern entstanden, die Interesse an der Freiberger Technik signalisierten. Mit russischen Geschäftspartnern verhandelten die Freiberger über die Lieferung von so genannten Schlauchwaagensystemen für das nächste Jahr.

"Bei der Messe haben wir geschäftlichen Aufwind gespürt. Nur die Geschäfte mit den USA sind noch im Keller und die dortige Wirtschaftskrise spürbar", sagt der Geschäftsführer.

2009 sei auch für FPM ein Krisenjahr gewesen. Noch die ersten drei Monate dieses Jahres habe der Betrieb Kurzarbeit fahren müssen. "Aber Ende Oktober hatten wir bereits den Umsatz des gesamten Vorjahres eingefahren", freut sich Böhme, dass es aufwärtsgeht. Die Mitarbeiterzahl stieg von 28 auf 30, wobei sie vor der Krise bei 35 lag. Ziel der Firma ist es, alle zwei Jahre, je nach Bedarf, einen Industriemechaniker oder Zerspanungsfacharbeiter auszubilden. Allerdings sei es laut Böhme nicht einfach, geeignete Bewerber zu finden.

In dieser Woche präsentierte sich die Präzisionsmechanik mit einem Stand und moderner Messtechnik beim 10. Altbergbaukolloquium, das in Freiberg stattfand. Im vergangenen Jahr fand die Veranstaltung in Österreich statt. Auch dort war FPM vertreten.

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Freiberger Zeitung, 06.11.2010