Foto-Wanderausstellung zur Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in Marienberg eröffnet

Die Initiatoren der Wanderausstellung präsentierten den fertiggestellten Welterbeantrag. V.l. Dr. Oleg Kalaš (Regionalrat Karlovy Vary), Matthias Lißke (GF WFE GmbH), Matthias Voigt (Projektmanager) und Jaroslová Pokludová (Regionalamt Karlovy Vary)
Die Initiatoren der Wanderausstellung präsentierten den fertiggestellten Welterbeantrag. V.l. Dr. Oleg Kalaš (Regionalrat Karlovy Vary), Matthias Lißke (GF WFE GmbH), Matthias Voigt (Projektmanager) und Jaroslová Pokludová (Regionalamt Karlovy Vary)

Marienberg. „Ein Welterbe wird erst lebendig, wenn es die  Menschen vor Ort bewusst leben. Die Roll-Up-Ausstellung ‚Geheimnisvolle untertägige Welt im Erzgebirge‘ leistet dazu einen wichtigen Beitrag“, so Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, bei der gestrigen Eröffnung der Wanderausstellung zur Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in der Erzgebirgssparkasse Marienberg, Filiale Hanischallee. Nach dem diese bereits auf tschechischer Seite in Joachimsthal, Abertham, Platten und Gottesgab sowie auf deutscher Seite in Bärenstein, Zschorlau, Aue und Stollberg zu sehen war, gastiert sie nun im Mittleren Erzgebirge.

 

Ganz gleich ob die Luftbilder von Bergbaustädten oder die zahlreichen hochwertigen Fotos von Stätten über- und untertage, die vom Montanwesen her zeugen – beeindruckend ist die weltweit einmalige Fülle an Objekten in den unterschiedlichsten Facetten der montanen Kulturlandschaft Erzgebirge.  Zusammengefasst auf 17 Rollbannern informieren sie über die sechs historischen Bergbaugebiete auf sächsischer Seite – Altenberg, Freiberg, Marienberg, Annaberg, Schneeberg und Schwarzenberg – , dem Steinkohle- und Uranerzbergbau sowie zu ausgewählten tschechischen Bergbaugebieten im Welterbe und darüber hinaus – unter anderem Joachimsthal, Měděnec und Krupka. Eine große Übersichtskarte zur Montanregion Erzgebirge mit allen nominierten Welterbestandorten auf sächsischer und tschechischer Seite verschafft einen ersten Überblick über alle Sachzeugen. Begleitend zur Ausstellung ist eine dreisprachige Broschüre mit Fotografien und Erläuterungen inklusive einer Faltkarte erhältlich.

 

„Die Ausstellung zeigt in Wort und Bild das Potential, das im Welterbe-Projekt Montanregion Erzgebirge im Hinblick auf die deutsch-tschechische Zusammenarbeit verborgen liegt. Bereits jetzt hat dies zu einem intensiveren Austausch auf unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Ebenen im Grenzraum geführt und schafft zahlreiche Anknüpfungspunkte für weitere grenzübergreifende Projekte“, so Frank Vogel, Landrat des Erzgebirgskreises und stellvertretender Sprecher des Welterbekonvents Erzgebirge.

 

Mit der Unterschrift unter dem Welterbeantrag am vergangenen Montag  ist ein wichtiges Kapitel auf dem Weg zu UNESCO-Welterbe abgeschlossen. „Bis zur Verleihung des Welterbetitels gibt es aber noch jede Menge zu tun. Neben dem Aufbau der künftigen Welterbe-Strukturen und der Einbindung des Themas in die Tourismusmarketingstrategie der ,Erlebnisheimat Erzgebirge‘ ist die Information und Einbindung der Bevölkerung eine Hauptaufgabe“, bringt Lißke das hauptsächliche Ziel der Wanderausstellung auf den Punkt.

 

Die Ausstellung wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert und ist bis zum 7. Februar 2014 zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen:

 

Montag und Freitag 8.30 - 12.00 Uhr

Dienstag und Donnerstag 8.30 -  18.30 Uhr

Mittwoch 7.30 - 12.00 Uhr.